BundwerkDr. Michael Petzer, der Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege proklamierte diesen Stadel als den „schönsten bemalten Bundwerkstadel der Welt“.

Urkundliche Quellen zur Baugeschichte des Gallersöder Stadels gibt es nicht. Jakob Penkner in Tyrlaching fertigte sehr ähnliche krotesk geformte und gemalte Buchstaben und Ziffern wie hier. Manches deutet darauf hin, daß die vielfältigen Malerarbeiten am Gallersöder Stadel Marmorierungen, Ornamentierungen, szenische Bilder, Schriften im Wesentlichen von einer einzigen Hand geschaffen worden sind. Eine Hand, die man glücklicherweise an etlichen Stadeln und "Hütten" und an gut erhaltenen Möbeln im Halsbacher Raum studieren kann. Vieles spricht dafür, daß der Maler auf dem Leberer-Hof in Lebern beheimatet war. Eine Besonderheit ist die szenische Darstellung des Richtfestes (des „Firstbieres“) an der Südwange des östlichen überhohen aufgedoppelten Firstpfettenkopfes.Bundwerk_Tor

Bundwerk_GiebelDie eigentliche Schauseite des Stadels ist seine südliche Traufwand. Glücklicherweise öffnet sich an dieser Seite des Stadels unmittelbar die weite offene Feldflur. Mit dem ebenfalls sanierten und renovierten Stadel von 1834 und dem halbhölzernen Wohnhaus „beim Meister“ rundet sich dieser Weiler zu einem recht bemerkenswerten Ensemble denkmalgeschützter ländlicher Bauwerke.