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04.10.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

„Haus des Lebens und Haus des Segens“  

Gemeinde eröffnet Mitterwirt und Sportstätten – Sportverein feiert 50-jähriges Bestehen

Halsbach. Von Rosi Spielhofer. Ein Mega-Feier-Wochenende liegt hinter den Halsbachern. Eine stets voll besetzte Festhalle von Freitag bis Montag bewies die Freude der Halsbacher, endlich wieder eine Gaststätte und neue moderne Sportstätten zu haben. Zum „Tag der offenen Tür“ am Sonntag kamen geschätzte 1500 Besucher aus der Region.

Es begann mit einem Festgottesdienst des Sportvereins in einem voll besetzten „Dom im Oberland“. In seiner Predigt betonte Pfarrer Michael Brunn, dass bei sportlichen Wettkämpfen nur einer gewinnen könne. Dies sei Gesetz des Menschen. „Bei Gott jedoch gewinnen alle, der Sieg bei Gott kommt nicht durch Leistung zustande, sondern durch Güte“, so Pfarrer Brunn und wünschte „Gottes reichen Segen für die Zukunft des Vereins und weiterhin viel Bereitschaft, sich für eine lebendige Gemeinde einzubringen“.

Vorsitzender Leo Feichtner war beim Festabend „überwältigt von den vielen Leuten und den vielen Ehrengästen“ in der neuen Stockschützenhalle, die auch als Festhalle genutzt werden kann. Bürgermeister Georg Pfaffinger erklärte das Geschenk der Gemeinde an den Sportverein. Es sei nicht bis ins Detail fertig geworden und deshalb fehle die rote Schleife. „Was wir gemeinsam in den letzten drei Jahren geschaffen haben, wollen wir auch noch gemeinsam fertig machen.“

Otto Marchner, Bezirksvorsitzender im BLSV, lobte dieses Pracht-Bauwerk mitten im Ort, mitten bei den Menschen. Denn Geselligkeit, Wirtshaus und Sport gehören zusammen. Als Anerkennung für 50 Jahre Fußball in Halsbach, überreichte Peter Switelek vom Bayerischen Fußball-Verband eine Ehrenurkunde vom DFB an Leo Feichtner. Nach Ansicht von BLSV-Kreisvorsitzendem Dieter Wüst beginnt eine neue sportliche Dimension des SV Halsbach und er bezeichnete Halsbach in Anbetracht der 550 SV-Mitglieder als sportliche Hochburg im Landkreis Altötting. Vereinssport sei nicht nur der preisgünstigste, sondern auch der wichtigste Sport. Wüst stellte fest, dass die Halsbacher Festhalle fast die größte im Landkreis sei. Im Laufe des Abends gab es auch jede Menge Ehrungen.

„Wir haben es geschafft und wir freuen uns“. Diese Freude war Bürgermeister Georg Pfaffinger am Eröffnungstag am Sonntag ins Gesicht geschrieben und er bezeichnete den Komplex als vergoldete Version. Je nach Anlass mit multifunktionalen Hallen und Sälen, ganz anders als es ursprünglich geplant war. Beispielsweise könne die elektronische Schießanlage der Altschützen innerhalb von 30 Minuten abgebaut und der Raum anderweitig genutzt werden.

MdL Ingrid Heckner war überwältigt von diesen wunderschönen, geschmackvoll gestalteten Räumen. „Ein Dorf wie Halsbach lebt vom Vereinsleben“, betonte sie. Bei 30 000 freiwilligen Arbeitsstunden seien solche Dinge möglich und deshalb sei auch die Unterstützung mit bayerischen Steuergeldern in Halsbach gut.

Als sensationell bezeichnete Landrat Erwin Schneider die Eröffnung des Jahrhundertprojektes. Seit dem Bau der Pfarrkirche 1889 sei kein so großer Bau mehr entstanden. „Halsbach hat Geschichte geschrieben. Alle Einwohner in einer Halle – da kann man sich sehen lassen“, bemerkte der Landrat im Hinblick auf die mit 950 Einwohnern kleinste Gemeinde im Landkreis. Gut gelaunt wie er war, fügte er humorvoll hinzu: „Es macht Sinn, zuerst zu bauen und danach erst genehmigen“ und rät gleichzeitig dringend von Nachahmung ab.

Andreas Hennemann vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern erläuterte, wie es eine kleine Gemeinde schafft, solch eine Sport-Kulturarena zu bauen. „Von den Halsbachern kann man lernen“, sagte er. „Man muss wirtschaften, man muss begeistern und man muss anpacken können.“ Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rosmarie Oberbuchner brachte ins Bewusstsein, dass der Mitterwirt genau so alt sei wie die Pfarrkirche. „Beide Häuser sind auf Begegnung ausgelegt. Bei jedem Fest geht man zum Wirt. Von der Wiege bis zur Bahre, zum Feiern und zum Trauern.“ Sie bezeichnete den Mitterwirt als „Haus des Lebens und Haus des Segens“.

Pfarrer Michael Brunn hob hervor, dass in Halsbach die Zusammenarbeit von Pfarrei und Gemeinde Hand in Hand laufe und segnete das neue Gemeindezentrum verbunden mit dem Wunsch, dass „alles zum Segen unserer Gemeinde sein wird“. Pfarrer Moritz Drucker bezeichnete die neue Ortsmitte als Platz, wo Menschen sich begegnen, sich anfreunden und so Gemeinschaft feiern zu können und wünschte ein fröhliches Miteinander.

Bereits am Freitagabend stimmte die „Fisherhäns-Bänd“ bei einem gut besuchten Tanzabend für Jung und Alt auf das Festwochenende ein. Den Abschluss bildete das ausverkaufte Kabarett von „da Bertl und i“ am Montagabend.

 

Gebäudedaten:

Umbauter Raum: 13 127 Kubikmeter
Nutzfläche: 2138 Quadratmeter
Fotovoltaik-Anlage: 127 kWp
Baukosten: 2,5 Millionen Euro

 

Rahmenprogramm:

Tombola mit 1500 Losen und 500 Treffern. Hüpfburg, Puppentheater, Spielparadies für Kinder im Saal. Sportvorführungen in der Turnhalle, Präsentation der elektronischen Schießanlage. Festabend musikalisch mit den St. Martinsbläsern und Eröffnungsfeier mit der „Zeilinger Blasmusik“. Digitale Foto-Show vom gesamten Bauverlauf.

 

 

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Die Pioniere des SV Halsbach: Elmar Mast erhielt die Ehrennadel in Gold mit großem Kranz und Brillant, Klaus Absmaier die Ehrennadel in Gold mit großem Kranz sowie eine Ehrenmedaille des BLSV.


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An der modernen elektronischen Schießanlage durften die Jugendlichen Pistole und Gewehr ausprobieren. − Fotos: Spielhofer

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Einladend, ansprechend, schön – vor dem neuen Mitterwirt versammelten sich die Gäste und Vereine zum Kirchenzug.

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Schlüsselübergabe an Bürgermeister Georg Pfaffinger (links) durch Franz Blüml vom gleichnamigen Planungsbüro aus Tittmoning.

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Ökumenische Segnung durch Pfarrer Michael Brunn (von rechts) und Pfarrer Moritz Drucker. Bürgermeister Georg Pfaffinger und Ehefrau Christine halten die hand gefertigten Kreuze aus altem Holz in Händen.

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Ohne sie gäbe es den SV Halsbach nicht. Die Gründungsmitglieder mit der aktuellen Vorstandschaft des Vereins.

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Der Fußball-Nachwuchs des Sportvereins Halsbach beim Kirchenzug.

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28.09.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Feiern im Doppelpack  

Gemeinde: Eröffnung Mitterwirt und Sportzentrum − Sportverein: 50-jähriges Bestehen

Halsbach. Gleich zwei Anlässe werden am ersten Wochenende im Oktober gefeiert. Nach dreijähriger Bauzeit eröffnet die Gemeinde Halsbach die Gaststätte Mitterwirt sowie das neue Sportzentrum mit Turn- und Stockschützenhalle. Der Sportverein Halsbach feiert 50-jähriges Bestehen.

„Gut Ding braucht Weile“, so sieht es Bürgermeister Georg Pfaffinger und verdeutlicht damit, dass dieser große Komplex weitgehend in Eigenleistung mit 30 000 ehrenamtlichen Stunden gebaut wurde. „Seit drei Jahren arbeiten die Halsbacher mit ihrem Können und handwerklichem Geschick in ihrer Freizeit unermüdlich am Bau, nur so konnten wir dieses Projekt in dieser Größenordnung verwirklichen“, betonte Pfaffinger im Gespräch.

Nach dem Kauf der Gaststätte Mitterwirt im November 2005 war es ein langer Weg, bis mit dem Bau in 2008 begonnen werden konnte. Da auch der Sportverein den dringenden Bedarf einer Turnhalle sowie die Stockschützen wettbewerbsfähige Bahnen anmeldeten, entschied sich der Gemeinderat nach langen, reiflichen Überlegungen in Anbetracht der hohen Kosten, für den Bau dieser Sporthallen mit Sanierung des historischen Gebäudes Mitterwirt von 1883 und Einbindung der Gaststätte im Eigenbetrieb.

Es begann mit der Entkernung des Mitterwirt und mit dem kompletten Abbruch des Saales. An dieser Stelle wurde ein Anbau errichtet, zum einen für Umkleiden und Sanitäranlagen für den Sportbetrieb sowie eine Etage für die neue Schießanlage der Altschützen, da der vorhandene, völlig veraltete Stand im Mitterwirt ebenfalls abgerissen wurde. Angebaut an die Rückseite des Mitterwirt entstanden die Turn- und Stockschützenhalle. Auf allen Dächern laufen Fotovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 135 kWp. Obwohl der Sportverein bereits im Jahr 2009 sein 50-jähriges Bestehen hatte, wollte man mit der Feier bis zur Eröffnung der neuen Sportstätten warten. Die Geschichte des Vereins begann in einer Schusterwerkstatt, als die Pioniere des Halsbacher Fußballs von einem richtigen Verein träumten und schließlich am 17. Oktober 1959 den SV Halsbach gründeten. Das Spektrum des bis dahin reinen Fußball-Vereins vergrößerte sich mit neuen Abteilungen. 1980 kam der Stocksport hinzu, 1986 das Frauenturnen, 2002 Ski und 2006 Volleyball. Groß geschrieben wird die Jugendarbeit, in der Hauptsache im Fußball und Stocksport. Mittlerweile umfasst der Sportverein 547 Mitglieder und ist damit der größte Verein in Halsbach.

Mit der Fertigstellung der neuen Hallen werden neben den Sparten Eissport, Fußball, Ski, Turnen, Volleyball künftig auch Spinning, Badminton, Tischtennis und eine Kletterwand zur Verfügung stehen. „Die Gemeinde hat dieses Sportzentrum für den Sportverein und für die Halsbacher Bevölkerung gebaut und dafür sind wir sehr dankbar. Jede Altersgruppe kann nun täglich attraktive Sportangebote nutzen“, betonte Geschäftsführerin Sabine Dreier im Gespräch.

Die Feierlichkeiten des Sportvereins beginnen am Freitag, 30. September, mit „Boarisch meets rock“ mit der „Fisherhäns-Bänd“ ab 20 Uhr.
Am Samstag, 1. Oktober, gibt es einen Festgottesdienst um 19 Uhr und anschließend einen Festabend mit den St. Martinsbläsern.
Am Sonntag, 2. Oktober, feiert die Gemeinde. In einem Festakt um 10 Uhr werden alle Räumlichkeiten durch Pfarrer Michael Brunn und Pfarrer Moritz Drucker ökumenisch gesegnet. Ab 13 Uhr folgt ein „Tag der offenen Tür“ für alle Interessierten. Hier werden alle Sparten des Sportvereins vorgestellt mit Kinderprogramm und Tombola.
Mit Kabarett von „da Bertl und I“ am Montag, 3. Oktober, endet das Festwochenende in der Stockschützenhalle, die auch künftig für große Feste als Veranstaltungshalle zur Verfügung steht.


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Seit drei Jahren entweder auf Arbeit oder am Bau: Bürgermeister Georg Pfaffinger (links) und Leo Feichtner, Vorsitzender des Sportvereins, vor der Gaststätte Mitterwirt; rechts der neue Anbau.. − Foto: Spielhofer

Mitterwirt-Entkernung

August 2008: Entkernung vom Gebäude Mitterwirt.
Die Fassade und der Westgiebel blieben erhalten.

20.07.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Martinsbläser spenden 500 Euro für Mitterwirt  

Martinsblaeser_spendeHalsbach. Mit einer Spende in Höhe von 500 Euro an die Gemeinde Halsbach unterstützen die St. Martinsbläser Halsbach e.V. das Bauprojekt „Mitterwirt“. Bürgermeister Georg Pfaffinger (von links) nahm den Scheck von 1. Vorsitzenden Helmut Huber, Kassier Christine Niedermeier und 2. Vorsitzenden Michael Oberbuchner mit Dank entgegen. Der vom Verein aufgerundete Betrag stammt aus der Bewirtung beim Bayerisch-Böhmischen Blasmusikabend der Martinsbläser unter Leitung von Dirigent Helmut Unterstein. Schon lange war es der Wunsch des Dirigenten, einen solchen Abend zu präsentieren. In der neuen Stockschützenhalle konnte dieses Vorhaben nun verwirklicht werden. Zu Gast war die Kößlarner Blasmusik, die den ersten Teil des Abends musikalisch gestaltete. Gute Akustik in der voll besetzten Halle und viele fleißige Helfer machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Auch ehrenamtlich unterstützen die Martinsbläser das Bauprojekt Mitterwirt. So baute und montierte Michael Oberbuchner mit eigenem Holz das Geländer für die Bühne in der Stockhalle. − rs/Foto:Spielhofer

 



18.03.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Mitterwirt: Bisher 1,87 Millionen Euro investiert  

Bürgerversammlung − Rücklage der Gemeinde: 500 000 Euro − Spendentrichter vorgestellt − Nahwärmevernetzung geplant

Halsbach. In der Bürgerversammlung bewies ein voll besetzter Saal in Racherting das große Interesse der Bürger am politischen Geschehen in der Gemeinde. „Unser größtes Bauprojekt hat uns seit drei Jahren fest im Griff“, erklärte Bürgermeister Georg Pfaffinger und informierte über den Fortschritt in den verschiedenen Bauabschnitten im Projekt Mitterwirt/Turnhalle/Stockhalle. Vier Fotovoltaik-Anlagen wurden demnach auf den Dächern angebracht und sind bereits in Betrieb mit einer Gesamtleistung von 136 KW. Die Kosten hierfür bezifferte Kämmerer Marcus Hansen mit netto 410 000 Euro. „Es geht mit großen Schritten voran, wir haben uns ein strenges Zeitlimit gesetzt, denn am 2. Oktober ist die Einweihung terminiert“, betonte Pfaffinger und rief weiterhin um aktive Mithilfe auf. Bisher seien 20 000 Stunden in Eigenleistung erbracht worden.

Wenn alles fertig ist, habe Halsbach einen echten „Mehrwert“ für Jung und Alt. Ob Sport, Unterhaltung, Versammlung oder Feste − alles sei dann zentral im Dorf möglich. Um das Ganze finanziell zu schultern, würden neben der tatkräftigen Mithilfe gerne auch Geldspenden angenommen. Dazu stellte Gemeinderat Gottfried Schneiderbauer einen aus Holz gedrechselten Spendentrichter vor. Eine Idee des Gemeinderates ist außerdem die baldige Gründung eines Fördervereins Mitterwirt.

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Den Spendentrichter, der in der Bürgerversammlung vorgestellt wurde, erklärt Gemeinderat Gottfried Schneiderbauer (rechts) zur Freude von Bürgermeister Georg Pfaffinger.  − Foto: Spielhofer

Marcus Hansen, Geschäftsführer und Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, erläuterte den Finanzbericht 2010 der Gemeinde. Die Lage im Vermögenshaushalt sei geprägt von der Baumaßnahme Mitterwirt. Bis dato seien inklusive der Planungskosten und der Fotovoltaik-Anlage 1,87 Millionen Euro investiert worden. Getätigt worden seien eine Kreditaufnahme über 526 000 Euro und eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt von 264 000 Euro. Außerdem sei bei der Auftragserteilung für das neue Feuerwehrfahrzeug eine Anzahlung in Höhe von 100 700 Euro erfolgt. Die Rücklage habe um 122 000 auf insgesamt 503 000 Euro aufgestockt werden können.

Der größte Posten bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt seien die Anteile an der Einkommensteuer in Höhe von 354 600 Euro. Die Gewerbesteuer-Einnahmen lägen bei 142 600 Euro und fielen weit besser aus als im Vorjahr mit 69 000 Euro. An den Ausgaben im Verwaltungshaushalt habe die Kreisumlage mit 322 700 Euro den größten Anteil.

925 Einwohner, zwölf Geburten, vier Eheschließungen und 14 Sterbefälle sind in der Statistik 2010 geführt. Im Kindergarten werden 38 Kinder betreut und sechs Grundschüler kommen zur Mittagsbetreuung. Die Halsbacher Grundschule besuchen derzeit 69 Mädchen und Buben aus der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach in drei Klassen.

Ein großer Erfolg für den Erhalt der Hauptschule Kirchweidach war der Schulverbund mit der Hauptschule Garching. „Wir heißen jetzt Mittelschule Unteres Alztal und der M-Zug ist für die Jugendlichen aus der Verwaltungsgemeinschaft jetzt in Garching möglich“, erklärte Pfaffinger.

Im Baugebiet Moosen stünden derzeit acht erschlossene Grundstücke zur Verfügung. Aktuell seien drei Parzellen reserviert. Sie würden voraussichtlich bis Jahresmitte verkauft. Die alljährliche Häckselaktion mit dem Gartenbauverein sei für 2. April terminiert.

Eine Wortmeldung bezog sich auf die kürzlich ans Licht gekommenen Preisabsprachen bei Feuerwehr-Fahrzeugen. „Da wir erst 2010 ausgeschrieben haben, sind wir davon nicht betroffen. Trotzdem haben wir den Lieferanten zur Stellungnahme vorgeladen“, erklärte Bürgermeister Pfaffinger.

„Wie sinnvoll ist eine Nahwärmevernetzung unserer öffentlichen Gebäude?“ Mit dieser Frage setzt sich die Gemeinde schon seit längerer Zeit auseinander. Der Verein zur Förderung regenerativer Energien und Rohstoffe wird dies untersuchen, sich über staatliche Förderungen und entstehende Kosten informieren.

Eine Neuregelung gibt es bei der Finanzierung von Hofzufahrten. „Der Ausbau von Hofzufahrten stellt eine freiwillige Leistung der Gemeinde dar. Es wird nur eine Zufahrt bezuschusst. Grundsätzlich sind 90 Prozent der Kosten von den Anliegern zu tragen“, erläuterte Bürgermeister Pfaffinger.

Der Bürgermeister informierte außerdem über eine Änderung der Bürgersprechstunde. Wegen des personellen Engpasses in der Verwaltungsgemeinschaft sei das Gemeindebüro mit Bürgermeister-Sprechstunde ab 1. April jeden Montag nur noch von 16 bis 18 Uhr geöffnet. - rs


17.03.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Hausleiter für Mitterwirt gefunden  

Wahl fiel auf Georg Pfaffinger jun. − Wunschkandidat des Gemeinderates − Gaststätte wird nicht verpachtet

Halsbach. „Wer wird Mitterwirt?“ Erst auf diese Frage eines Zuhörers in der Bürgerversammlung am Dienstagabend wurde die Entscheidung des Gemeinderates bekannt gegeben. Georg Pfaffinger jun., ältester Sohn des Bürgermeisters, wird zum 1. August Hausleiter in der Gaststätte Mitterwirt.

Gemeinderat Martin Poschner nahm dazu Stellung. „Für  Bürgermeister Pfaffinger ist es sicher schwierig, diese Entscheidung politisch durchzuhalten. Georg Pfaffinger jun. war der Wunschkandidat des Gemeinderates. In der nichtöffentlichen März-Sitzung haben wir unter Ausschluss des Bürgermeisters einstimmig beschlossen, seinen Sohn als Hausleiter einzusetzen.“ „Wahrscheinlich waren meine Frau und ich die letzten, die dies erfahren haben“, äußerte sich dazu Bürgermeister Pfaffinger.

Da es seit längerer Zeit im Dorf kein Gasthaus gibt − das  Gasthaus Gruber ist seit etwa einem Jahr geschlossen − ist das Thema „Wirt im Mitterwirt“ von großer Bedeutung in der Bevölkerung. Generell stand im Gemeinderat schon lange Zeit die Frage im Raum: Sollen wir die Gaststätte verpachten oder selbst betreiben? In der Klausurtagung im Januar fiel die endgültige Entscheidung: Die Gemeinde gibt die Gaststätte nicht aus der Hand und entsprechende Anzeigen für einen Hausleiter folgten. Nach Sichtung der neun eingegangenen Bewerbungen aus der Region, davon zwei aus Halsbach, kristallisierte sich Georg Pfaffinger jun. als Wunschkandidat heraus. Der zukünftige neue Wirt Georg Pfaffinger ist 20 Jahre alt. 2004 absolvierte er die Hauptschule Kirchweidach mit dem Qualifizierenden Abschluss mit der Note 1,8. Es folgte eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker im örtlichen Betrieb Obermaier, wo Pfaffinger seitdem beschäftigt ist. Georg Pfaffinger jun. freut sich, dass die Wahl auf ihn gefallen ist. „In einer Gaststätte zu arbeiten macht mir großen Spaß. Ich mag das Organisieren und Leiten von Veranstaltungen und auch sonst alles, was zum Gaststätten-Betrieb dazu gehört“, sagt er.


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Georg Pfaffinger jun. wird am 1. August die Stelle als Hausleiter im Mitterwirt antreten. Derzeit wird im Zuge der Gebäudesanierung an der Fassade gearbeitet.  − Foto: Spielhofer
Im November 2005 kaufte die Gemeinde die Gaststätte Mitterwirt  vom damaligen Eigentümer, der aus Altersgründen die Gaststätte veräußerte. Vor drei Jahren wurde der Betrieb eingestellt, das Gebäude entkernt und nun ist es Bestandteil im Bauprojekt Mitterwirt/Turnhalle/Stockhalle. Wenn alles planmäßig läuft, wird heuer der ganze Komplex fertig gestellt sein und am 2. Oktober eingeweiht. (Ein Bericht über die Bürgerversammlung folgt.) - rs

... Halsbach intern ...

28.09.2010

Firstfeier_0910Bauprojekt Mitterwirt/Turnhalle/Stockhalle

Dank vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer gehen die Bauarbeiten auf der Baustelle zügig voran.
Zur Firstfeier am 10. September lud die Gemeinde Halsbach alle Leute ein, die sich in irgendeiner Form einbringen.
Ob durch freiwillige Arbeitsstunden, Geld- oder Sachspenden,  Bereitstellung von Fahrzeugen, Maschinen, Baumaterial
oder sonstige Unterstützung.

Einen Querschnitt von der Feier sehen Sie auf der Fotostrecke.
Photos: Rosi Spielhofer

 

 


 


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17.10.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Fotovoltaik-Anlage für Mitterwirt beschlossen     

Gemeinderat diskutiert Grundsatzfrage zur Küchenplanung für das Objekt - Fertigstellung bis Mai 2010 geplant

Halsbach. Das Bauprojekt „Mitterwirt/Turnhalle/Stockschützenhalle“ war nahezu allumfassendes Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zum Thema „Küchenplanung“ stand zunächst eine Grundsatz-Frage im Raum: Will man die Gastwirtschaft verpachten oder selbst bewirtschaften und wenn ja, in welchem Umfang? Ist eine Gastronomie-Edelstahlküche erforderlich oder reicht eine hochwertige Haushaltsküche?

„Diese Dinge haben wir stark vernachlässigt, wir müssen uns jetzt dringend um die Küche kümmern“, räumte Bürgermeister Georg Pfaffinger ein. In der Diskussion ging die Tendenz zur Gastroküche. „Edelstahl auf alle Fälle“, meinte Martin Poschner. Eine Haushaltsküche genügt seiner Ansicht nach nicht den Anforderungen. Leo Feichtner informierte, dass der Tenor in der Öffentlichkeit auf Verpachtung gerichtet sei. „Mit einer Gastroküche wäre es dann sicher auch leichter, einen Pächter zu finden“, sagte er.

Man einigte sich darauf, dass über diese Grundsatzfrage unter anderem in der Sondersitzung am 26. Oktober entschieden wird. Einstimmig beschlossen wurde ein Speisenaufzug mit einer Kabine von 80 Zentimetern Höhe und einer Tragkraft von 100 Kilogramm.

Zur geplanten Fotovoltaik-Anlage (FV-Anlage) informierte Gemeinderat Gottfried Schneiderbauer. Der Verein zur Förderung regenerativer Energien und Rohstoffe Halsbach (VERS) koordiniert dieses eigenständige Projekt der Gemeinde. Um heuer noch die gute Einspeisevergütung der E.ON zu erhalten, könne nur noch auf das Dach des Mitterwirt-Gebäudes eine FV-Anlage mit einer Leistung von 25 KWpeak montiert und in Betrieb genommen werden. Die beiden Hallendächer für weitere 100 KWpeak würden erst im nächsten Jahr mit FV-Anlagen ausgestattet.


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Auf das Mitterwirt-Dach wird auf Beschluss des Gemeinderats noch heuer eine Fotovoltaik-Anlage montiert. (Foto: Spielhofer)

Für das Mitterwirt-Dach hatte VERS verschiedene Angebote eingeholt. Problematisch sei gewesen, dass auf Grund der derzeit großen Nachfrage Module und Wechselrichter bei den Anbietern kaum vorrätig sind. Ein Anbieter könnte Mitte November zu einem guten Preis Module liefern. Da bei den Firmen auch keine Montagekapazität verfügbar sei, schlug Schneiderbauer vor, die FV-Anlage in Eigenleistung zu montieren. Nach kurzer Diskussion entschied der Gemeinderat einstimmig, das Projekt FV-Anlage Mitterwirt, wie von Schneiderbauer vorgeschlagen, umzusetzen. Für die ersten Vorarbeiten wurde Samstag, 24. Oktober, terminiert.

Zum allgemeinen Baustand informierte Bürgermeister Pfaffinger, dass nächste Woche die Bodenplatte der Stockschützenhalle betoniert wird. Zudem soll das Gebäude Mitterwirt schnellstmöglich mit Türen und Fenstern winterdicht gemacht werden, damit durchgearbeitet werden kann. „Werden wir fertig bis Mai nächsten Jahres?“, fragte Renate Breu etwas skeptisch. Dazu meinte Martin Poschner, dass es gut sei, wenn Zeitdruck da ist, „dann geht was“. Und Bürgermeister Georg Pfaffinger fügte hinzu: „Wir werden Nerven brauchen, um das zu schaffen, und viele Helfer.“ - rs


18.07.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Mitterwirt mit 2,87 Mio. veranschlagt    

mw_akt_01Halsbach. Die bislang nicht öffentlich bekannten Gesamtkosten der Baumaßnahme Mitterwirt/Turnhalle/Stockschützenhalle offenbarte Kämmerer Marcus Hansen bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2009 auf der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. 
Das Gesamtvolumen der Investitionen für dieses Projekt ohne Eigenleistung im Zeitraum 2005 bis 2011 beträgt 2,87 Millionen Euro inklusive Inneneinrichtungen und Photovoltaik-Anlage. „Diese Summe reduziert sich natürlich je nach Umfang der laufenden Eigenleistungen“, bemerkte Bürgermeister Georg Pfaffinger und lobte das große Engagement der Halsbacher, die sich nahezu täglich auf der Baustelle einbringen.

Angesichts dieser Kosten wird die Rücklage in Höhe von 1,1 Millionen Euro nahezu komplett aufgebraucht und eine Kreditaufnahme von mindestens 900 000 Euro erforderlich. Die Ausgaben 2009 für das Objekt „Mitterwirt“ sind im Vermögenshaushalt mit 1,38 Millionen Euro veranschlagt. Im Gesamten schließt der Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,64 Millionen Euro ab. Der Verwaltungshaushalt ist in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,19 Millionen Euro beziffert. Nach ausführlicher Erläuterung der einzelnen Posten durch Marcus Hansen zeigte sich das Gremium mit dem Zahlenwerk einverstanden und verabschiedete sowohl den Haushaltsplan als auch die dazugehörige Satzung für 2009 einstimmig. Die Jahresrechnung 2008 wird gemäß einstimmigem Beschluss an den Rechnungsprüfungsausschuss weitergeleitet.

Zum Baustand „Mitterwirt“ informierte Bürgermeister Georg Pfaffinger, dass Mitte August die statischen Dachkonstruktionen für die Hallen geliefert werden. Bestellt wurden außerdem Trapezbleche als Dachunterschale. Angebote für die Dachoberschale aus verzinktem Stahlblech mit Kunststoffbeschichtung und Vorrichtung für die Montage einer Photovoltaik-Anlage wurden in einer kleinen Ausschreibung eingeholt.
Die Bauanträge von Martin Schöberl aus Dösham zur Errichtung einer Maschinenhalle und von Martin Perschl aus Edholz zur Errichtung eines Nebengebäudes wurden vom Gremium einstimmig befürwortet. Pfaffinger informierte über den Beginn der Erschließung des dritten Bauabschnittes im Baugebiet Moosen in den nächsten Tagen.

Zum Schluss der Sitzung nannte Pfaffinger noch zwei Termine. Zum 25-jährigen Jubiläum des Theaterstücks „Das Schwarze Jahr“ findet am Samstag, 25. Juli, um 18 Uhr ein Festakt mit Ehrengästen auf der Waldbühne statt. „Die Gemeinde als Gastgeber trägt dabei die Verköstigung“, informierte Pfaffinger. Am Mittwoch, 29. Juli, wird um 17 Uhr ein Schießstandanbieter einen Stand zur Besichtigung im Gebäude Mitterwirt aufbauen. - Rosi Spielhofer