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24.03.2012 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

BRK übt Rettung aus Unfallauto  

20 Kräfte im aktiven Dienst – Nachwuchs gesucht – 5047 Dienststunden geleistet

Halsbach. Ehrungen für langjährige treue Dienste standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft Halsbach. Unter anderem erhielt Mathias Berreiter die Auszeichnungsspange in Gold für 50 Dienstjahre und eine Ehrenurkunde aus den Händen von Bereitschaftsleiter Josef Haider.

Bei der BRK-Bereitschaft stehen 20 Mitglieder im aktiven Dienst, davon sind zehn Rettungssanitäter und sechs Rettungsassistenten. Der Einsatzbereich umfasst alle vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft: Kirchweidach, Feichten, Tyrlaching und Halsbach. Im Projekt "Helfer vor Ort" (HvO) der Verwaltungsgemeinschaft ist die Bereitschaft Halsbach eingebunden.

In seinem Jahresrückblick berichtete Haider von 80 Sanitätsdiensten, beispielsweise beim Maibaum-Aufstellen, beim Feuerwehrfest in Neukirchen, beim Leonhardiritt in Kirchweidach, beim Waldmarkt sowie bei der Demonstration in Halsbach. Insgesamt waren 120 Hilfeleistungen erforderlich. Die 5047 geleisteten Dienststunden umfassen Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, Erste Hilfe sowie Ausbildung.
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Die BRK-Verantwortlichen mit den geehrten Mitgliedern (v. links): Bereitschaftsleiter Josef Haider, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Franz Zogler, Mathias Berreiter, Martin Maierhofer, Christian Winkler, Maximilian Schweighofer, Michaela Hurmer und Bürgermeister Georg Pfaffinger.  −  Foto: Spielhofer


Da die Anforderungen immer komplexer würden, sei eine optimale Ausbildung Voraussetzung für den Dienst. So beteiligte sich die Bereitschaft mit den angehenden Rettungsassistenten an einer Großübung mit dem Katastrophenschutz in Stammham. Szenario war ein schwerer Unfall mit 20 Verletzten. Außerdem wurde mit der Freiwilligen Feuerwehr Dorfen die Patientenrettung aus einem Unfallfahrzeug mit dem Technischen Rettungssatz geübt. Verschiedene Themen-Schwerpunkte wurden bei den regelmäßigen Übungsabenden gesetzt, von Blaulichtbelehrung bis hin zum Klettern.

Im Ausblick wünschte sich Josef Haider mehr Zusammenarbeit mit dem HvO sowie mehr realistische Übungen mit den Feuerwehren oder anderen Hilfsorganen. Man müsse intensiv üben, damit man im Ernstfall auch optimal helfen könne, so Haider. "Wir brauchen neue Mitglieder", lautet sein großes Anliegen. Es sei schwierig, neue Leute zu finden, auch im Jugendrotkreuz (JRK). Hier könnten bereits Grundschulkinder mitmachen, in der Bereitschaft Jugendliche ab 16 Jahren.

"Es ist gut, dass ihr bei großen Veranstaltungen immer da seid", lobte Bürgermeister Georg Pfaffinger. Insbesondere dankte er den Rotkreuzlern für ihre Unterstützung bei der Demonstration am 11. Februar. Er wünschte im Namen der Verwaltungsgemeinschaft, dass die Bereitschaft eine dynamische Gruppe bleibe und "dass ihr weiterhin für Gemeinden und Vereine zuverlässigen Dienst leistet".

Franz Zogler, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter, dankte im Namen des Kreisverbands für die gute Zusammenarbeit und für die Unterstützung beim Burgfest in Burghausen, verbunden mit dem Wunsch für weiterhin viel Motivation. Andrea Hiebl von der Servicestelle Ehrenamt im Kreisverband verlas ein Schreiben von BRK-Direktor Josef Jung, der an der Versammlung aus Termingründen nicht teilnehmen konnte. Darin rief er die Bürgermeister und Gemeinderäte der Verwaltungsgemeinschaft auf, dem BRK auf der Suche nach jungen Kräften zu helfen. "Für eine gute Sache einzustehen ist ein Anliegen aller Bürger und dass der Bürgersinn und Zusammenhalt gewachsen ist und in der Verwaltungsgemeinschaft einen besonderen Platz hat, ist bekannt und erst kürzlich wieder unterstrichen worden", schrieb Josef Jung. - rs


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