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13.11.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

70 000 Besucher bei der Waldweihnacht 

Internationale Besucher – Einige Stände leer gekauft

Halsbach. Als am Sonntagabend zum Ende der Waldweihnacht der "Bolero" von Maurice Ravel erklang, versammelten sich Besucher und "Standler" im Klanggarten und verabschiedeten sich von der diesjährigen Waldweihnacht auf der Waldbühne. "Es war ein würdiger Abschied von 17 erfolgreichen Markttagen, vom guten, harmonischen Miteinander aller Beteiligten", sagt Veranstalter Martin Winklbauer.

In seiner Bilanz nennt Winklbauer 70 000 Besucher womit der Waldmarkt knapp unter der Rekordmarke des Vorjahres von 72 000 Besuchern blieb. Mehr als 300 Gästebusse aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kamen zur Waldweihnacht. Für den internationalen Bekanntheitsgrad des Marktes spricht auch die hohe Zahl an Engländern, Amerikanern und Japanern unter den Besuchern. Eine Abordnung der kroatischen Delegation aus der Partnerstadt Kutjevo, Landtagspräsident a. D. Alois Glück sowie Vertreter vom Bundesvorstand der Katholischen Landvolkbewegung nahmen viele neue Eindrücke mit nach Hause. Die Waldweihnacht bot nicht nur einen Marktbummel mit kulinarischen Schmankerln, sondern war ein Fest für alle Sinne, eine Entdeckungsreise durch den weitläufigen Wald mit vielseitiger Kultur und Orten der Ruhe und Einkehr. Martin Winklbauer freut sich über den Verkaufserfolg der "Standler" aus der Region, die teilweise nur für diesen Markt das ganze Jahr über ihre künstlerischen Produkte anfertigen. Manche Stände waren am Ende leer gekauft.

"Bis auf die letzten paar Tage war die Parksituation gut. Wir haben im Laufe der Zeit viel an den Parkplätzen gearbeitet und die erweiterten Bus-Parkplätze haben sich bewährt", erklärt Winklbauer. Durch die Nässe in den vergangenen Tagen wurde die Parksituation jedoch zunehmend schwieriger, vor allem bei massivem Andrang wie am Sonntag. Unerlässlich bei der Bewältigung des Verkehrsaufkommens und für die Parkregelung an den Freitagen und Wochenenden war die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr. Nahezu alle 72 Aktiven waren im Verlauf des Marktes mehrmals im Einsatz. Mit mehreren Einsatzkräften war auch täglich die BRK-Bereitschaft Halsbach vor Ort. Wie in den Vorjahren hat sich auch dieses Mal der kostenlose Buszubringer ab Burgkirchen und Halsbach gut bewährt. Nach Auskunft von Busunternehmer Peter Glonegger wurden insgesamt 12 600 Personen mit Pendelbussen zur Waldweihnacht befördert. Davon waren es ab Halsbach 8500 und ab Burgkirchen 4100 Fahrgäste. "Die Leute sind über diesen Service sehr froh und für viele Insider gehört schon die Busfahrt zur Waldweihnacht dazu", sagt er.

"Die Resonanz der Leute zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es soll nicht nur ein gewöhnlicher Weihnachtsmarkt sein, es soll ein Gesamterlebnis, eine Gesamtinszenierung für alle Sinne sein. Dabei spielt nach wie vor der Wald die Hauptrolle. Einfach mit der Natur arbeiten, es muss nicht spektakulär sein", erklärt Winklbauer im Ausblick. – rs

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Der Wald als Kulisse des Halsbacher Marktes und die stimmungsvolle Beleuchtung schaffen eine ganz spezielle Atmosphäre, die heuer 70 000 Besucher genossen (ganz oben).
Erstmals dabei: Wolfgang Landsberger und seine Brillenschafe.
Die Bläserklasse der Grundschule Kirchweidach erfreute die Besucher des Waldmarkts mit Weihnachtsliedern (links unten). – Fotos: Spielhofer

08.12.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Waldweihnacht im Endspurt  

Markt noch bis Sonntag − Internationaler Besuch

Halsbach. Noch bis kommenden Sonntag ist die Waldweihnacht im Bereich der Waldbühne geöffnet. Nach Auskunft von Veranstalter Martin Winklbauer ist die Stimmung bei allen Beteiligten gut, täglich herrsche reger Betrieb und der Wetterumschwung sei im Hinblick auf die Besucherzahl kaum spürbar.

Urig, originell oder festlich, so präsentieren sich mehr als 100 Stände. Besinnliches, Musikalisches oder Märchenhaftes bietet das Kultur-Begleitprogramm mitten im Wald. Bläser, Musikgruppen, Chöre und die Wichtl der Waldbühne tragen täglich dazu bei. Auch einige Künstler lassen sich gerne bei der Arbeit zuschauen.

Zum Endspurt werden internationale Gäste erwartet. Am heutigen Donnerstag wird eine Delegation aus der kroatischen Partnerstadt Kutjevo eintreffen. Und am Samstag gegen 16 Uhr wird Elzbieta Sobotka, Generalkonsulin der Republik Polen, mit einer polnischen Musikgruppe anwesend sein. – rs

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Glaskünstler Rolando Vetri aus Töging fertigt an seinem Waldmarkt-Stand eine Christbaumkugel. – Foto: Spielhofer

 


23.11.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Waldweihnacht – ein Fest der Sinne 

Beginn am kommenden Freitag um 17 Uhr auf der Waldbühne – Kostenloser Buszubringer

Halsbach. Ein Besuchermagnet der besonderen Art ist seit vielen Jahren die Waldweihnacht auf der Waldbühne in Halsbach. Sie ist ein Fest der Sinne. "Wer die Vorweihnachtszeit mit allen Sinnen erfahren möchte, ist auf der Waldweihnacht gut aufgehoben", zeigt sich Veranstalter Martin Winklbauer überzeugt. Es ist sein stetes Bestreben, den Besuchern ein Stück Weihnachten im Wald mit allen Sinnen erleben zu lassen − ob mit geheimnisvollen Düften, ruhigen Momenten zum Verweilen im Labyrinth des Lebens, Wärme fühlen im Teehaus oder Musikgruppen, Chören oder Alphornbläsern. Mit seiner einzigartigen Atmosphäre ist der Klanggarten in der Windwurflichtung ein Ort zum Hören und Verweilen und bezaubert mit klassischer Musik aus großen Holzlautsprechern.

100 Standbetreiber aus der Region tragen mit ihren selbst hergestellten Produkten aller Art maßgeblich zu der besonderen Atmosphäre bei. Auch für Kinder ist die Waldweihnacht ein Fest der Sinne. Sie dürfen Brillenschafe im Stall streicheln und bestaunen und dabei den spannenden Geschichten des Hirten zuhören, am Hirschgatter den "König des Waldes" mit seiner Herde beobachten oder die Wichtl der Waldbühne entdecken, die mehrmals täglich mit ihrem Wichtltanz an verschiedenen Plätzen im Wald auftreten.

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Der Klanggarten in der Windwurflichtung ist ein Ort zum Hören und Verweilen und bezaubert mit klassischer Musik aus großen Holzlautsprechern. – Foto: Spielhofer

Um bequem und direkt am Markt anzukommen, gibt es einen kostenlosen Buszubringer. An Samstagen und Sonntagen fahren die Busse ab Öffnung des Marktes im 15-Minuten-Takt. Haltestellen sind in Burgkirchen am oberen Werksparkplatz (Zentraltor) von InfraServ und in der Ortsmitte, in Halsbach am Feuerwehrhaus. Von Montag bis Freitag fahren die Busse alle 30 Minuten. In Burgkirchen von der Keltenhalle ab 16.58 Uhr, Ortsmitte ab 17 Uhr und Holzen ab 17.05 Uhr. Freitags zusätzlich in Halsbach vom Feuerwehrhaus ab 17 Uhr.

Den ausführlichen Fahrplan für den Buszubringer, Informationen über das Kulturprogramm sowie alles Wissenswerte rund um die Waldweihnacht, können der Sonderbeilage "Waldweihnacht" entnommen werden, die am Samstag, 26. November, dem Anzeiger beiliegt.

Öffnungszeiten des Waldmarkts:
Samstag und Sonntag von 13 bis 21 Uhr, Montag bis Freitag von 17 bis 21 Uhr; Donnerstag, 8. Dezember (Mariä Empfängnis) von 13 bis 21 Uhr. – rs


 

12.11.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

„Bewegte Zeiten“ auf der Waldbühne  

Halsbach. Seit ein paar Tagen bereichert das Kunstobjekt "Bewegte Zeiten" von Künstler Hans Löffelmann (links) aus Töging die Waldbühne. Genauer gesagt steht es an exponierter Stelle als Blickfang im Klanggarten. Martin Winklbauer zeigte sich begeistert von diesem ansprechenden Werk "in einer Form, die in Bewegung ist, alles dreht sich in diesen Zeiten, nur das Kreuz ist ruhig, die Botschaft bleibt. Es ist ästhetisch und passt wunderbar hierher in den Klanggarten", sagte er bei der Enthüllung aus dem künstlichen Nebel im Rahmen eines kleinen Festaktes.

Hans Löffelmann schuf das Objekt aus einer 97 Jahre alten heimischen Douglasie-Tanne, deren Alter an den deutlichen Jahresringen gut erkennbar war. Das Kunstwerk hat eine Höhe von 2,90 Metern, wiegt 150 Kilogramm, ist auf einem Edelstahlfuß montiert und in der Erde fest verankert. Bei Abend-Veranstaltungen auf der Waldbühne wird das Kreuz mit farbigem Licht angestrahlt, was ihm eine mystische Wirkung verleiht und zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

Ein paar Tage arbeitete Löffelmann größtenteils mit der Motorsäge an dem Objekt vor Ort auf der Waldbühne. Dabei hat die Vorbereitung länger gedauert, als die Arbeit am Objekt selbst. Als Arbeitsvorrichtung baute er eine formgerechte Sägeschablone und ein Sägegleis, auf dem die Motorsäge millimetergenau geführt werden konnte.

Bei der Enthüllung spielte Löffelmann zur Feier des Tages auf seinem Harmonium der Marke Eigenbau einige klassische Stücke. Er montierte zwei elektrische Orgeln aus den 60er Jahren und ein Schlagwerk in ein selbst kreiertes Holz-Gehäuse. Auf diesem einzigartigen Harmonium spielt er bei Veranstaltungen gelegentlich Klassik von Mozart bis Bach.
rs/Foto: Spielhofer

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03.09.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

„Theater ist Botschafter des Friedens“  

Dr. Dirk Ahner aus Brüssel zu Besuch im Landkreis und auf der Waldbühne

Halsbach. „Ich bin sehr beeindruckt, die Waldbühne ist ein richtiger Kulturbetrieb, so etwas habe ich noch nie gesehen“, so fasste Dr. Dirk Ahner (64), Generaldirektor für Regionalpolitik der EU aus Brüssel, seinen Kurzbesuch auf der Waldbühne zusammen.

Auf Einladung der Inn Salzach Euregio e.V. besuchte er den Landkreis Altötting. In Begleitung von Geschäftsführerin Dr. Dorothea Friemel und Silke Sickinger vom Regionalmanagement Oberösterreich wurden zwei laufende Projekte der Euregio vorgestellt. Im Burghauser Rathaus war es die geplante Landesausstellung 2012 „Gemeinsam Geschichte erleben“ und im Landratsamt Altötting das Interreg-Projekt „Pflege – Ein Arbeitsmarkt der Zukunft“.

Bei einem Rundgang über das Gelände der Waldbühne informierte Theatermann Martin Winklbauer den sehr interessierten, hochrangigen Besucher über seine Kulturarbeit. Von den Anfängen vor nahezu 30 Jahren bis hin zur Gegenwart.

„Theater ist eine Diktatur, nur einer schafft an“, erklärte  Winklbauer und verdeutlichte damit, dass Theater ein Lernprozess sei für die Mitwirkenden, sich unterzuordnen, das Miteinander zu pflegen und so einen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Theater sei auch Therapie für viele Menschen. Aus dem schwierigen Alltag heraus bekommen sie einen neuen Blickwinkel, sie bekommen Lob und das Gefühl gebraucht zu werden. „Ich bin und fühle mich als Landwirt, ich produziere und vermarkte Erlebnisse, so bewirtschafte ich mein Land“, betonte Winklbauer.

Auch über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Kroatien und über das Projekt „Pandurenweg“ informierte Winklbauer. „Theater ist Botschafter des Friedens, wir haben uns auf den Weg gemacht nach Kroatien“, so Winklbauer. Er äußerte auch Kritik über die immense Bürokratie bei der Antragstellung für Förderung. ”Wir kommen an die Fördertöpfe der EU nicht heran. Ohne Förderung können wir solche aufwendigen Projekte finanziell und personell nicht durchführen“, bedauerte Winklbauer.

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Am Energieturm begann der Rundgang über die Waldbühne: (v.r.) Martin Winklbauer, Dr. Dirk Ahner, Dr. Dorothea Friemel und Silke Sickinger. − Foto: Spielhofer

Dr. Dirk Ahner (64) stammt aus Westfalen, studierte Wirtschaftswissenschaften, lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Brüssel. Am Donnerstag besuchte er erstmals den Landkreis Altötting. Der Ökonom zeigte sich sehr erfreut über diese florierende Industrieregion im ländlichen Raum und über die aktive Grenzregion, mit ihren engagierten grenzübergreifenden Kontakten und Projekten – rs


 

20.07.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Die Panduren kommen wieder nach Halsbach  

„Das Schwarze Jahr“ beginnt am Samstag, 23. Juli, auf der Waldbühne

Halsbach. „Das Schwarze Jahr“ ist seit vielen Jahren fester Bestandteil im Jahresprogramm der Waldbühne und es gehört auch zu den bekanntesten Sommerereignissen in der Region. Premiere ist am Samstag, 23. Juli, um 20.30 Uhr.

„Es ist ein Stück unserer Geschichte, ein tatsächliches Vorkommnis aus dem Jahr 1742“, erzählt Autor und Regisseur Martin Winklbauer. Während des österreichischen Erbfolgekrieges quartierten sich Panduren-Einheiten im Winter 1742/43 in und um Halsbach ein. Angst und Schrecken verbreitete diese fremde „Soldateska“ in der Bevölkerung und es formierte sich Widerstand gegen die Besatzer.

Davon erzählt „Das Schwarze Jahr“, verbunden mit der Geschichte einer Schmiedfamilie. Wohlhabend und im Dorf gesellschaftlich anerkannt, gerät sie in die Wirren des Krieges. Es entsteht ein Spiel um Liebe, Macht und Not, aber auch um Hilfsbereitschaft, Solidarität und Freundschaft. Dieses spektakuläre Freilichttheater, bei dem berittene Panduren in vollem Galopp auf die Bühne stürmen, zeigt das Leben der Menschen zu jener Zeit. Es ist ein Sittengemälde voller Dramatik und Spannung. Vorlage für dieses nun seit mehr als 25 Jahren erfolgreiche Freilichtspiel ist ein Votivbild in der Pfarrkirche Halsbach. Bis ins Detail genau ist darauf der Einmarsch kroatischer Panduren in Halsbach dargestellt. Wie jedes Jahr, wird vor jeder Aufführung ab 18.30 Uhr ein zeitgenössisches Lagertreiben mit Fahrensleuten, Gauklern, Händlern und so manch zwielichtigen Gestalten die Besucher auf „Das schwarze Jahr“ einstimmen. Und auch das große Pandurenlager lädt vor und nach der Aufführung zum Verweilen ein.

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Zur Einstimmung auf „Das Schwarze Jahr“ zeigen die Akrobaten ihre Kunststücke auf der Bühne und beim Lagertreiben im Wald.− Foto: Spielhofer

Termine und Karten:
Premiere: Samstag, 23. Juli, auf der Waldbühne.
Und täglich von Donnerstag, 28. Juli, bis Samstag, 30. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Eintrittskarten beim Anzeiger unter 08671/50670.


 

12.04.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Ein tiefgreifendes Erlebnis  

Premiere der „Halsbacher Passion“ – Empfang − Gesangsstarker Theaterchor – Noch zwei Aufführungen

Halsbach. Tiefgreifend, erhebend, spirituell. So präsentierte sich die „Halsbacher Passion“ am Samstagabend bei der nahezu ausverkauften Premiere in der Pfarrkirche. Die begeisterten Zuschauer erlebten ein rundum gelungenes szenisches Oratorium mit Solisten, Chor und Orchester.

„Nehmen Sie die Botschaft mit, die in diesem Stück steckt“, sagte Autor und Regisseur Martin Winklbauer. Er dankte Schirmherr Pfarrer Michael Brunn, dass er für die Aufführung der Passion auch heuer wieder die Türen der Pfarrkirche öffnete. „Heute ist es nicht meine Aufgabe zu verkünden. Heute erleben wir eine musikalische Verkündigung. Es ist eine Bereicherung in der Passionszeit und der Vorfreude auf das Osterfest“, sagte Pfarrer Brunn.

Der Premiere ging ein Empfang im Gemeindehaus voraus.  Bürgermeister Georg Pfaffinger freute sich, den kroatischen Generalkonsul Vladimir Duvnjak und Dompropst Hans Striedl begrüßen zu dürfen. „Die Passionsmusik von Myslivecek erreicht die Herzen der Menschen“, sagte Alois Rottenaicher, musikalischer Leiter der Passion. In der diesjährigen Aufführung stelle der gesangsstarke Theaterchor eine noch stärkere Säule mit drei Chorstücken mehr.

Martin Winklbauer beschrieb die Bergpredigt als Mittelpunkt der „Halsbacher Passion“. Dargestellt würden die wichtigsten Kernstücke aus dem Evangelium. Über das Medium „Theater“ könne man diese Botschaft gut transportieren. „In guter Atmosphäre haben sich 60 Mitwirkende auf den Weg gemacht, diese Botschaft szenisch und musikalisch zu verkünden“, so Winklbauer. „Ich fühle mich bei Freunden, ich gratuliere allen, die in dieses Projekt involviert sind“, sagte Generalkonsul Vladimir Duvnjak.

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Empfang in freundschaftlicher Runde (von links): Dompropst Hans Striedl, Alois und Sepp Rottenaicher, Dr. Jose Chelangara, Generalkonsul Vladimir Duvnjak, Martin Winklbauer und Bürgermeister Georg Pfaffinger. − Foto: Spielhofer

Pfarrvikar Dr. Jose Chelangara aus Indien meisterte als  Jesus-Darsteller souverän die umfangreichen Texte und überzeugte mit Hingabe in der Darstellung. Großartig verkörperte auch Marianne Traup ihre Hauptrolle als Maria, Schwester der Martha. Von der Musik getragen, war die „Halsbacher Passion“ für den Dirigenten Alois Rottenaicher eine große Herausforderung. Das Zusammenspiel mit dem 50-köpfigen Theaterchor Halsbach, den Solisten Ulrike Jöris, Heribert Haider und Mathias Heubusch sowie dem Orchester mit Musikern aus der Region und dem Akademischen Orchesterverband München funktionierte optimal.- rs

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02.04.2011 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Jesus kommt aus Indien  

„Halsbacher Passion“ – Szenisches Oratorium − Projekt der Waldbühne − Premiere am Samstag, 9. April

Halsbach. „Wo bin ich, wohin laufe ich, wer trägt meine Schritte?“ Mit diesen Fragen des Petrus beginnt die „Halsbacher Passion“, ein szenisches Oratorium mit drei Soli, Chor und Orchester. Wie im vergangenen Jahr wird sich dabei der „Dom vom Oberland“, die Pfarrkirche St. Martin in Halsbach, in einen großen Konzertsaal verwandeln. Premiere wird am Samstag, 9. April, um 19 Uhr sein.

Seit ein paar Tagen schon zeigt sich die Halsbacher Pfarrkirche im „Passionskleid“. Der gesamte Altarraum hat sich in eine imposante Bühne verwandelt und täglich werden einzelne Szenen geprobt. Pfarrer Michael Brunn unterstützt dieses Projekt der Waldbühne als Schirmherr und ist überzeugt: „Gerade in unserer stark säkularisierten Zeit ist der Weg über die Kunst ein äußerst wichtiger Weg der Verkündigung. Gerne stelle ich dazu die Pfarrkirche zur Verfügung, die sicherlich den würdigsten Rahmen für ein solches Werk bietet“.

Dramaturgisch und in der Besetzung der Rollen hat sich zum vorigen Jahr nichts verändert. „Musikalisch gibt es jedoch drei Chorstücke mehr und einige Arien wurden gekürzt“, erzählt Autor und Regisseur Martin Winklbauer. In der Hauptrolle des Jesus wird auch heuer wieder Pfarrvikar Dr. Jose Chelangara aus Indien zu sehen sein. Seit knapp zwei Jahren ist der Geistliche im Pfarrverband Burgkirchen tätig, dem die Pfarrei Halsbach angehört. Mitwirken werden auch die Firmlinge, die sich in einer Szene während der Bergpredigt begeistert um Jesus scharen. „Die Passion wird nur noch heuer aufgeführt, dann ist wieder eine längere Pause geplant“, so Winklbauer. Die „Halsbacher Passion“ beschreibt das Leiden Jesu aus der Rückschau des Petrus. Es ist ein Blick zurück, um den Weg nach vorne zu erkennen.

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Die Rolle des Jesus wird auch heuer wieder Pfarrvikar Dr. Jose Chelangara aus Indien übernehmen. Zu dieser Szene: Bei der Speisung schart sich das Volk (Theaterchor Halsbach) um Jesus. − Foto: Spielhofer

„Die Halsbacher Passion ist kein herkömmliches Passionsspiel mit der Darstellung der Leidensgeschichte Jesu Christi auf der Bühne“, erklärt Winklbauer. „Um eine letzte Distanz zu wahren, werden Geißelung und Kreuzigung als Schattenspiel in Szene gesetzt.“ Es sei nicht nur musikalisch und dramaturgisch eine Herausforderung, sondern in der Hauptsache sei es die Botschaft, die darin steckt. „Gerade in einer Zeit, in der viele so genannte Werte ins Wanken geraten sind, wollen wir den Blick schärfen auf das Wesentliche“, ist das Anliegen von Winklbauer. Nach einer Vorlage des italienischen Hofdichters Pietro Metastasio (1698-1782) schrieb er die Texte für dieses imposante Werk.

Musikalisch liegt dieses szenische Oratorium in den Händen des gebürtigen Halsbacher Dirigenten und Musikpädagogen Alois Rottenaicher. In der Münchner Staatsbibliothek entdeckte er eine handschriftliche Partitur „La Passione“ mit italienischem Text des böhmischen Komponisten Josef Myslivecek (1737-1781). Er ließ den Text ins Deutsche übersetzen und bereitete die Musik für die „Halsbacher Passion“ auf.

Neben den Solisten Ulrike Jöris als Maria Magdalena, Heribert Haider als Petrus und Matthias Heubusch als Joseph von Arimathea wird der Theaterchor Halsbach mit 50 Sängern dabei sein. Im Orchester spielen Musiker aus der Region sowie Mitglieder vom Akademischen Orchesterverband München.

Als Ehrengäste zur Premiere haben u. a. Elzbieta Sobotka, Generalkonsulin der Republik Polen, der kroatische Generalkonsul Vladimir Duvnjak sowie Vertreter aus dem Domkapitel Passau ihren Besuch zugesagt. - rs

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