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23.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

„Halsbacher Passion“ – ein tiefgreifendes Erlebnis

Gelungene Premiere – Ehrengast Alois Glück – Noch zwei Aufführungen

Halsbach. Tiefgreifend, erhebend, spirituell. So präsentierte sich die „Halsbacher Passion“ am Samstagabend in der nahezu ausverkauften Premiere in der Pfarrkirche. Die Zuschauer erlebten ein rundum gelungenes szenisches Oratorium mit Solisten, Chor und Orchester. „Nehmen Sie ein Stück mit von der Botschaft, die in diesem Stück steckt“, sagte Martin Winklbauer in der Begrüßung. Schirmherr Pfarrer Michael Brunn sprach von einem großen Schritt hin zum Osterfest, zur Hinkehr zu Gott. 
Für Autor und Regisseur Martin Winklbauer von der Waldbühne Halsbach war es schwer, gleich nach der Premiere Worte zu finden.

Er zeigte sich sehr glücklich und bezeichnete es als bereichernd, wenn über 100 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen ein gemeinsames Ziel verfolgen. „Ich denke, damit haben wir einen Meilenstein gelegt. Die Botschaft ist aktuell und an der Reaktion der Zuschauer sah man: sie ist angekommen“, so Winklbauer und erzählte weiter: „Unsere Passion ist ein Stück lebendige, erneuerte Kirche. Über die Kultur wollen wir diese Botschaft erhalten.“

Als Glücksgriff bezeichnete er den Jesus-Darsteller Pfarrvikar Jose Chelangara aus Indien, seit einem halben Jahr im Pfarrverband Burgkirchen tätig. Souverän meisterte er die Texte und überzeugte in der Darstellung. „Ich war nicht nervös, ich war ganz ruhig, ich habe immer auf Gott vertraut, das gab mir eine Extra-Energie“, erzählte er froh und glücklich nach der Premiere. Schwer war für ihn die Bergpredigt. Da musste jedes Wort stimmen. Insgesamt gesehen konnte er durch diese Aufgabe seine Sprache verbessern und er hat dabei viele Leute kennen gelernt.

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Bei der Bergpredigt scharte sich das Volk um Jesus (Jose Chelangara) und lauschte gebannt seinen Worten. (Foto: Spielhofer)

Den Schirmherrn Pfarrer Michael Brunn hat die „Halsbacher Passion“ restlos begeistert. „Pfarrer Jose als Jesus wirkte auf mich absolut authentisch, er transportierte weit mehr in seinem Spiel als den Text, den er gesprochen hat. Die Inszenierung in ihrer Schlichtheit half auf eindrucksvolle Weise mit, die Aussage des Werkes zu transportieren“, so Pfarrer Brunn.

Von der Musik getragen, war die Halsbacher Passion für den musikalisch verantwortlichen Dirigenten Alois Rottenaicher eine große Herausforderung. Nach der Vorlage „La Passione“ des böhmischen Komponisten Josef Myslivecek bereitete er die Musik für dieses szenische Oratorium meisterhaft auf. Das Zusammenspiel mit dem gesangsstarken 50-köpfigen Theaterchor Halsbach, den Solisten Ulrike Jöris, Heribert Haider und Mathias Heubusch sowie dem Orchester mit Musikern aus der Region und dem Akademischen Orchesterverband München funktionierte optimal. „Die musikalische Intensität war so eindringlich, Chor und Solisten haben beseelt gesungen, die Zuschauer waren sichtlich bewegt“, so Rottenaicher nach der Premiere.

Der Premiere ging ein kurzer Empfang der Ehrengäste im Gemeindehaus voraus. Zur großen Freude von Martin Winklbauer und Bürgermeister Georg Pfaffinger kam auch Alois Glück mit Ehefrau Kathi privat zur Premiere. Auch Elzbieta Sobotka, Generalkonsulin der Republik Polen, die fast schon als Stammgast bei verschiedenen Produktionen der Waldbühne immer wieder darüber fasziniert ist, wie „Martin das Leben zum Theater macht und sein Theater das Leben erzählt“. Sie bezeichnete es als Bildungsarbeit, wenn man in einem Bühnenstück erzählt, was in der Heiligen Schrift zu lesen ist. 
„Die Halsbacher Passion war für Halsbach eine Sternstunde“, fasste ein begeisterter Helmut Unterstein, Leiter der St. Martinsbläser, kurz und knapp zusammen. Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 26. März, und Samstag, 27. März, jeweils um 19 Uhr. Eintrittskarten unter Telefon 08623/7102. – Rosi Spielhofer


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22.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Ein Auftakt nach Maß

Halsbach.Gelungener Auftakt für die „Halsbacher Passion“: Nahezu ausverkauft war die Premiere am Samstagabend in der großen Pfarrkirche in Halsbach. Der „Dom vom Oberland“ bot den würdigsten Rahmen für dieses imposante szenische Oratorium mit drei Solisten, Chor und Orchester.

„Nehmen Sie ein Stück mit von der Botschaft, die in diesem Stück steckt“, sagte Autor und Regisseur Martin Winklbauer von der Waldbühne Halsbach in seiner Begrüßung. Schirmherr Pfarrer Michael Brunn sprach von einem großen Schritt hin zum Osterfest, zur Hinkehr zu Gott.

Mit Pfarrvikar Jose Chelangara aus Indien war die Rolle des Jesus Christus optimal besetzt. Souverän meisterte er die Texte und überzeugte in der Darstellung. „Ich war nicht nervös, ich war ganz ruhig“, erzählte er froh und glücklich nach der Premiere.

Über 100 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen sorgten für diese großartige Inszenierung. Angefangen von perfekter Licht- und Tontechnik, gesangsstarkem Theaterchor Halsbach mit 50 Sängerinnen und Sängern, souveränen Solisten, Orchester mit 20 Musikern aus der Region und vom Akademischen Orchesterverband München. Und schließlich der Meister selbst, der musikalisch verantwortliche Dirigent und Musikpädagoge Alois Rot
tenaicher.

Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 26. März, und Samstag, 27. März, jeweils um 19 Uhr. Karten unter Tel. 08623/7102.  - rs

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Der Theaterchor Halsbach sang bei der Premiere am Samstagabend „Heil’ge Hoffnung, du allein“. (Foto: Spielhofer)

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18.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Inder spricht die Bergpredigt

Premiere der „Halsbacher Passion“ am Samstag – Das Leiden Jesu aus der Sicht von Petrus

Halsbach. „Wo bin ich, wohin laufe ich, wer trägt meine Schritte?“ Mit diesen Fragen des Petrus beginnt die „Halsbacher Passion“, ein szenisches Oratorium mit drei Solisten, Chor und Orchester. Der „Dom vom Oberland“, die Pfarrkirche St. Martin in Halsbach, wird sich bei der Premiere am Samstag um 19 Uhr in einen großen Konzertsaal verwandeln.

Die „Halsbacher Passion“ beschreibt das Leiden Jesu aus der Rückschau des Petrus. Es ist ein Blick zurück, um den Weg nach vorne zu erkennen. „Die Halsbacher Passion ist kein herkömmliches Passionsspiel mit der Darstellung der Leidensgeschichte Jesu Christi auf der Bühne“, erklärte Autor und Regisseur Martin Winklbauer von der Waldbühne Halsbach, Landkreis Altötting, im Gespräch mit der PNP. „Um eine letzte Distanz zu wahren, werden die Geißelung und die Kreuzigung als Schattenspiel in Szene gesetzt“, so Winklbauer. Es sei nicht nur musikalisch und dramaturgisch eine Herausforderung, sondern in der Hauptsache sei es die Botschaft, die darin steckt.

Pfarrvikar aus Indien ist Jesus-Darsteller

„Gerade in einer Zeit, in der viele sogenannte Werte ins Wanken geraten sind, wollen wir den Blick schärfen auf das Wesentliche. Hier gehört auch das „Jesusbild“ dazu. Die Bergpredigt von einem Inder gesprochen, hat noch mal eine andere Qualität“, ist Martin Winklbauer überzeugt. Deshalb bat er Pfarrvikar Jose Chelangara aus Indien, die Rolle des Jesus zu übernehmen. Seit einem halben Jahr ist Pfarrer Jose im Pfarrverband Burgkirchen tätig und wohnt in Halsbach. Zunächst lehnte der Geistliche die Anfrage von Martin Winklbauer spontan ab mit einem klaren Nein. „Das kann ich nicht, das kann ich mir nicht anmaßen.“ Aber schließlich sah er es als eine große Ehre, Jesus Christus darstellen zu dürfen.

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Erst Ablehnung, dann große Ehre:
Der indische Pfarrvikar Jose Chelangara (l.) wollte sich zunächst nicht anmaßen,
den Jesus bei der „Halsbacher Passion“ zu spielen.
Jetzt ist es eine große Ehre für ihn. (Foto: Willmerdinger)

Die äußerst erfolgreiche Uraufführung der „Halsbacher Passion“ fand im Jahr 2000 unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Franz X. Eder statt und wurde auf Grund der großen Nachfrage in 2001 wiederholt. Das Stück erlebte jedoch einen bitteren Nachgeschmack, als bekannt wurde, dass der damalige Jesus-Darsteller schon vor längerer Zeit aus der katholischen Kirche ausgetreten war. 
Schirmherr ist in diesem Jahr Pfarrer Michael Brunn, der Leiter des Pfarrverbandes Burgkirchen, dem die Pfarrei Halsbach angehört. „Gerade in unserer stark säkularisierten Zeit ist der Weg über die Kunst ein äußerst wichtiger Weg der Verkündigung. Gerne stelle ich dazu die Pfarrkirche zur Verfügung, die sicherlich den würdigsten Rahmen für ein solches Projekt bietet“, schreibt Pfarrer Brunn in seinem Grußwort.

Nach einer Vorlage des italienischen Hofdichters Pietro Metastasio (1698-1782) schrieb Martin Winklbauer die Texte für dieses imposante Werk. Musikalisch liegt dieses szenische Oratorium in den Händen des gebürtigen Halsbacher Dirigenten und Musikpädagogen Alois Rottenaicher. In der Münchner Staatsbibliothek entdeckte er eine handschriftliche Partitur „La Passione“ mit italienischem Text des böhmischen Komponisten Josef Myslivecek (1737- 1781). Er ließ den Text ins Deutsche übersetzen und bereitete die Musik für die „Halsbacher Passion auf. „Es ist erkennbar, dass Myslivecek ein Opernkomponist war. In seiner Musik werden Gefühle und Emotionen sehr stark transportiert und das ist hörbar“, sagte Rottenaicher im Gespräch.

Seit September 2009 probt Rottenaicher mit dem Theaterchor Halsbach. „Die Passion ist eine große Anforderung an die 50 Sängerinnen und Sänger, an die Solisten und an das Orchester“, so Rottenaicher. Im 20-köpfigen Orchester spielen Musiker aus der Region sowie Mitglieder vom Akademischen Orchesterverband München. Wie vor zehn Jahren sind die Solisten Ulrike Jöris als Maria Magdalena, Heribert Haider als Petrus und Matthias Heubusch als Joseph von Arimathea zu sehen und zu hören. Mitwirken werden auch die Firmlinge der Pfarrei Halsbach. Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sowie die Vertreter des polnischen und kroatischen Konsulats haben ihren Besuch angekündigt.

Weitere Aufführungen gibt es am 26. und 27. März, jeweils um 19 Uhr. Karten unter Tel. 08623/7102. - Rosi Spielhofer


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23.02.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Waldbühne: „Halsbacher Passion“ in Vorbereitung

Pfarrvikar Jose Chelangara in der Rolle des Jesus Christus – Premiere am 20. März – Jahresprogramm vorgestellt

Halsbach. Gleich mit dem absoluten Höhepunkt im Jahresprogramm beginnt heuer die Theatersaison der Waldbühne. Die „Halsbacher Passion“ kommt nach zehn Jahren Pause wieder in der Pfarrkirche St. Martin zur Aufführung. Premiere ist am Samstag, 20. März, um 19 Uhr.

Nach einer Vorlage des italienischen Dichters Pietro Metastasio (1698 - 1782) schrieb Martin Winklbauer die Texte für dieses imposante Werk, worin das Leiden Jesu aus der Rückschau von Petrus beschrieben wird. „Wo bin ich, wohin laufe ich, wer trägt meine Schritte?“ Mit diesen Fragen des Petrus beginnt das Stück. Es ist ein Blick zurück, um den Weg nach vorne zu erkennen. Musikalisch liegt dieses szenische Oratorium in den Händen des Dirigenten und Musikpädagogen Alois Rottenaicher. Er bearbeitete die Musik „La Passione“ von Josef Myslivecek (1737 - 1781) für drei Solisten, Chor und Orchester. Weitere Aufführungen sind für 26. und 27. März geplant.

Martin Winklbauer freut sich ganz besonders, einen neuen Mann im Theater-Ensemble der Waldbühne begrüßen zu dürfen. Es ist Pfarrvikar Jose Chelangara aus Indien, seit einem halben Jahr im Pastoralteam des Pfarrverbandes Burgkirchen tätig. Er wird die Rolle des Jesus Christus übernehmen. Wie kam es dazu? „Martin hat mich Anfang Januar gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, diese Rolle zu übernehmen“, erzählte Jose Chelangara. Seine spontane Reaktion war zwar zunächst ein klares Nein. „Das kann ich nicht, das kann ich mir nicht anmaßen.“ Aber bei weiterem Nachdenken sah es Pfarrer Jose zum einen als eine große Ehre, Jesus Christus auf der Bühne darstellen zu dürfen. Zum anderen sieht er darin eine Chance, mit den Leuten aus der Region besser in Kontakt zu kommen und sie kennen zu lernen.

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„Die Brotvermehrung“ als erste Stellprobe zur „Halsbacher Passion“ mit Jose Chelangara als Jesus Christus und dem Theaterchor war schon sehr viel versprechend. (Foto: Spielhofer)

Ein Inder als Jesus. Welche Beweggründe hatte Martin Winklbauer bei der Besetzung dieser Rolle? „Die ,Passion‘ ist nicht nur musikalisch und dramaturgisch eine Herausforderung, sondern in der Hauptsache ist es die Botschaft, die darin steckt. Gerade in einer Zeit, in der viele sogenannte Werte ins Wanken geraten sind, wollen wir den Blick schärfen auf das Wesentliche. Hier gehört auch das Jesusbild dazu. Die Bergpredigt von einem Inder gesprochen, das hat nochmal eine andere Qualität. Bereits bei den ersten Sprechproben hat sich gezeigt, dass Jose Chelangara diese Rolle mehr als nur spielt“, erklärte Winklbauer.

Im Jahresprogramm geht es auf der Waldbühne Ende Mai weiter mit dem zauberhaften „Acheza“. In diesem farbenprächtigen Theater mit Musik wird die Geschichte vom Bene, der mit den Bäumen spricht und mit den Elfen tanzt, wieder lebendig. Ein Schmankerl dürfte der „Brandner Kaspar“ im Juni sein. Eine witzige Komödie in Zusammenarbeit mit der integrativen Theatergruppe Ecksberg. Ende Juli belagern wieder die Panduren die Waldbühne mit dem Dauerbrenner „Das Schwarze Jahr“. Karten gibt es unter Tel.  08623/7102 oder unter www.waldbuehne-halsbach.de im Internet. - rs


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