... Presse ...

landjugendspende201022.12.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Landjugend spendet 1550 € für Adveniat  

Halsbach. 1550 Euro haben die beiden Kassenwartinnen der Katholischen Landjugend Maria Stadler (Mitte) und Magdalena Freudlsperger an Pfarrvikar Dr. Jose Chelangara übergeben. Nach altem Brauch waren die jungen Leute als Klopfersinger an drei Donnerstagen in der Adventszeit in jeweils drei Gruppen unterwegs. Sie klopften an die Häuser in der Pfarrei Halsbach und baten um eine Spende für die Adveniat-Aktion. Sie wurden überall gut aufgenommen und großzügige Beträge landeten in der Sammelbüchse. Das diesjährige Ergebnis übertraf die Sammlungen aus den Vorjahren und gilt als Rekordsumme. Pfarrvikar Chelangara dankte für dieses Engagement der kirchlichen Jugendgruppe und nahm die Spende zur Weiterleitung an Adveniat entgegen. - rs/Foto: Spielhofer

 

 


... Presse ...

08.12.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Auf dem Weg von der versorgten
 zur sorgenden Pfarrei  

Pfarrversammlung findet großes Interesse – Zentrale Terminabsprache – Mangelhafte Information

Halsbach. „Dass die Pfarrei ein großes Anliegen der Halsbacher Katholiken ist, zeigte die jüngste Pfarrversammlung. Das Pfarrheim platzte förmlich aus allen Nähten, als Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und das Pastoralteam den Besuchern Rede und Antwort standen.

Zunächst stellte Kirchenpfleger Georg Ertl klar: „Wir sind nicht pleite.“ Dennoch sei es schwierig, mit der jährlichen Haushaltszuweisung der Diözese in Höhe von 5500 Euro zu wirtschaften. Meist sei dieser Etat zur Mitte des Jahres aufgebraucht. Deshalb sei es erforderlich, einmal im Monat beim Gottesdienst für die Belange der Kirche zu sammeln. Diese Belange seien der laufende Unterhalt von Kirche und Pfarrheim, beispielsweise Ausgaben für Strom, Bürobedarf, Versicherungen oder Blumenschmuck.

Pfarrgemeinderat_01
Sie standen in der Pfarrversammlung Rede und Antwort (von links): Gemeindereferentin Ulrike Werkstetter, Pfarrer Michael Brunn, Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Rosmarie Oberbuchner, Kirchenpfleger Georg Ertl, Pfarrvikar Jose Chelangara und Diskussionsleiter Martin Winklbauer. (Foto: Spielhofer)

182 700 Euro in
 Kirchen investiert

Die Gesamtkosten der verschiedenen Baumaßnahmen in der Pfarrkirche, in Schupfing und Neukirchen in den vergangenen fünf Jahren bezifferte Ertl mit 182 700 Euro. Davon sei eine Eigenleistung von 64 000 Euro erbracht worden, der Hauptanteil sei mit Zuschüssen aus der Diözese finanziert worden. Dazu gehörten die Behebung von Sicherheitsmängeln in den Kirchen, Bau einer Garage und Renovierung des Pfarrhofs. „Für die Renovierung der Friedhofsmauer an der Ostseite und die Anbringung einer Urnenwand im Friedhof hat uns die Gemeinde Halsbach mit 35 000 Euro unterstützt“, informierte Ertl.

In Bezug auf den Pfarrverband sprach Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Rosmarie Oberbuchner von einem Herantasten und Kennenlernen und dass es kompliziert sei, sich mit drei Pfarreien abzusprechen und den Pfarrverband voranzutreiben. „Es ist ein Spagat, sich von Gewohntem zu verabschieden und Neues zu praktizieren“, sagte sie.

„Unser Ziel sollte sein, dass alle drei Pfarreien zusammenarbeiten und aufeinander zugehen. Es ist wichtig, dass die Kirche vor Ort erfahrbar bleibt“, betonte Pfarrer Michael Brunn. Es sei gut, dass der Pfarrhof in Halsbach nicht verwaist und mit Pfarrvikar Jose Chelangara ein Ansprechpartner vor Ort verfügbar sei. Dennoch müssten für eine optimale Koordination Terminabsprachen zentral im Pfarrbüro Burgkirchen geführt werden. Im Hinblick auf die Sakramentvorbereitungen sollte jede Pfarrei ihr eigenes Kolorit beibehalten. „Halsbach ist bäuerlich geprägt, Burgkirchen ist Industriegemeinde und Margarethenberg liegt dazwischen“, erläuterte er.

Lebhafte
 Diskussion

In der anschließenden lebhaften Diskussion unter Leitung von Pfarrgemeinderat Martin Winklbauer kamen verschiedene Themen zur Sprache. Zu dem Umstand, dass in der Urlaubszeit Sonntagsgottesdienste ausfallen, waren die Meinungen zwei geteilt. Die einen finden sich damit ab und fahren in eine andere Verbandspfarrei, die anderen sind verärgert und bedauern es sehr, dass es am Sonntag keine Eucharistie und somit keine Begegnung mit den Pfarrangehörigen in Halsbach gibt.

„Was kann man tun, damit wieder Kinder in die Kirche kommen?“, fragte Alois Hochreiter. Kirche finde heutzutage auch außerhalb des Gotteshauses statt, beispielsweise im Kindergarten oder bei Gruppenstunden im Pfarrheim, war eine Meinung. „Auf vielfachen Wunsch ist bereits ein 10-Uhr-Gottesdienst einmal im Monat eingeführt“, erklärte Oberbuchner. Lisa Aicher schlug vor, dass jede kirchliche Gruppierung im Wechsel Gottesdienste gestalten könnte.

Moniert wurden die generell mangelhaften Informationen und Absprachen der Abläufe. „Ich möchte allen Leuten, die sich einbringen, große Freiheit lassen. Es ist der Weg von der versorgten Pfarrei zur sorgenden Pfarrei“, sagte dazu Pfarrer Brunn. „Diesen Prozess müssen wir erst lernen. Also nicht mehr warten, bis jemand fragt, sondern einfach kommen und handeln“, deutete der Diskussionsleiter die Aussage des Pfarrers. Es war ein Anliegen, dass der Ablauf eines Gottesdienstes vorher in der Sakristei besprochen werden könne. Gewünscht wurde auch eine feste Sprechstunde von Pfarrer Jose Chelangara. Hierfür wird vom Pfarrgemeinderat bereits nach einer Lösung gesucht. - rs


... Presse ...

 

06.11.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Firmlinge helfen Kindern

Halsbach. Als Abschluss-Projekt der 13 Firmkinder dieses Jahres stand die Aktion „Kinder helfen Kindern“. In Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat und der Missionshilfe Burgkirchen verkauften sie am Weltmissionstag in Halsbach selbst gebackene Kuchen und fair gehandelte Produkte aus dem Weltladen Burgkirchen. Von den Einnahmen am Kuchenstand und der Provision aus dem Warenverkauf kamen zur Freude der Kinder 427 Euro zusammen. Dieses Geld wollen sie an ein Projekt für Kinder spenden: an die PREDA-Stiftung von Pater Shuy Cullen auf den Philippinen. Heuer im Mai war der mehrmals für den Friedensnobelpreis nominierte Pater zu einer Benefizveranstaltung in Burgkirchen. Er hielt einen aufrüttelnden Vortrag über die Armut und das Elend der Kinder auf den Philippinen. Unter vielen Projekten rettet PREDA auch schutzlose Kinder aus der Zwangsprostitution und Straßenkinder, die grundlos in Gefängnisse gesperrt sind und buchstäblich dahin vegetieren. Derzeit wird ein Heim für solche gerettete Mädchen aufgebaut und dafür wollen die Firmkinder das Geld spenden. - rs/Foto: Spielhofer
firmlinge_2010

... Presse ...

07.10.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Geringer Kirchenbesuch: Pfarrgemeinderat in Sorge

Mesner-Nachfolge in Halsbach geregelt – Pfarrversammlung geplant – Weltmissions-Sonntag am 24. Oktober

Halsbach. „Was beschäftigt mich, wenn ich an unsere Pfarrei denke“? Diese Frage war ein umfassendes Thema auf der jüngsten Sitzung des Pfarrgemeinderates (PGR) Halsbach. In einer offenen Runde waren verschiedene Aussagen zu hören. Der relativ geringe Kirchenbesuch kristallisierte sich dabei als Schwerpunkt heraus. In der Altersstruktur sei es erschreckend, dass man als Fünfzigjähriger zu den Jungen gehört, hieß es.

Die Kinderbänke seien meistens leer und auch Jugendliche blieben zunehmend weg. Die Ernsthaftigkeit, jeden Sonntag den Gottesdienst zu besuchen, sei nicht mehr da. Viel Resonanz, besonders von Familien mit Kindern, gebe es dagegen in Halsbach beim neu eingeführten 10-Uhr-Sonntags-Gottesdienst einmal im Monat.

Viele Gedanken kreisten auch um den neuen Pfarrverband Burgkirchen - Halsbach - Margarethenberg. Immer wieder sei es feststellbar, dass diese Strukturänderung bei den Katholiken in allen drei Pfarreien noch nicht angekommen ist. Das Verständnis, verschiedene Dinge zu vereinheitlichen, sei noch nicht gegeben. Beispielsweise würde die Angleichung bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung die Arbeit des Pastoralteams wesentlich erleichtern.

Auf der Suche nach einer Mesner-Nachfolge fanden sich vier Katholiken, die sich diesen Dienst ehrenamtlich aufteilen. Es sind Elfriede Wengbauer, Anna Leitl, Georg Raischl und Martin Weiß.

Pfarrerfesseln
Nach altem Brauch legten die Ratsmitglieder Pfarrer Michael Brunn (3.v. links) in Fesseln. Von links: Anneliese Stelzenberger, Martin Winklbauer, Georg Ertl, Florian Müller und Georg Glonegger. (Foto: Spielhofer)

In der Urlaubszeit mit nur einem Priester kommt es vor, dass nicht in allen drei Pfarreien ein Sonntags-Gottesdienst abgehalten werden kann, dafür aber ein Vorabendgottesdienst am Samstag. „Eine Eucharistie am Sonntag ist unentbehrlich“, betonte Ratsmitglied Martin Winklbauer. „Am Sonntag trifft sich die Gemeinde zum Gebet, zum Gespräch und das ist wertvoll für die Dorfgemeinschaft.“ Dazu erklärte Pfarrer Michael Brunn, dass es eine klare Anweisung vom Bischof gibt. „Wenn am Samstag eine Eucharistie gefeiert wird, darf am Sonntag kein Wortgottesdienst abgehalten werden.“ Es wurde sehr bedauert, dass diese Situation auch am Sonntag, 10. Oktober, am Kirta der Vereine, eintritt. 
„Ist es sinnvoll, eine Pfarrversammlung abzuhalten“? Diese Frage stellte PGR-Vorsitzende Rosmarie Oberbuchner in den Raum. Ihrer Meinung nach wäre es gut, die Öffentlichkeit über Finanzlage, Baumaßnahmen, Pfarrverband und PGR aktuell zu informieren. Dazu bemerkte Kirchenpfleger Georg Ertl, dass „für den Haushalt kaum Geld da ist“ und er teilweise auf Rücklagen zurückgreifen müsse. Das Gremium sah diesen Vorschlag für mehr Transparenz durchwegs sehr positiv. Nach kurzer Diskussion einigte man sich, die Versammlung am 25. November im Halsbacher Pfarrheim abzuhalten.

Martin Winklbauer fragte an, ob für die Aufführung der „Halsbacher Passion“ im April nächsten Jahres die Pfarrkirche wieder zur Verfügung stehen könne. Pfarrer Brunn bezeichnete die Passion als absolute Meisterleistung und stimmte dem Anliegen spontan zu, dem schloss sich auch das Gremium an. Wie jedes Jahr werden am Weltmissions-Sonntag, 24. Oktober, die Firmlinge Waren aus fairem Handel verkaufen. Zudem gibt es einen Kuchenverkauf. Der Erlös wird einem Missionsprojekt zugeführt.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zufälligerweise war die PGR-Sitzung am Vorabend vom Namenstag Michael. Und weil man ja alte Bräuche pflegen soll, legten die Räte kurzerhand Pfarrer Michael Brunn in Fesseln und sicherten sich damit als Auslöse die Brotzeit nach der nächsten Sitzung. - Rosi Spielhofer


... Presse ...

 

14.09.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Pfarrvikar „erkocht“ 2550 Euro

Jose Chelangara bewirtet 130 Gäste - Geld für Schule in Indien 

Halsbach. „Es war eine große Freude für mich, dass so viele Leute gekommen sind“, sagte Pfarrvikar Jose Chelangara nach dem indischen Essen, das er gekocht hatte. Die Idee war, mit dieser Aktion die von ihm gegründete St. Paul’s School in der Erzdiözese Verapoly im Bundesstaat Kerala im Südwesten von Indien zu unterstützen. Vom Kindergarten bis zur zwölften Klasse werden hier 900 Kinder unterrichtet.

130 Personen aus den Pfarreien Halsbach und Margarethenberg ließen sich die exotische Kostprobe im Halsbacher Pfarrheim schmecken. Es gab indisches Gulasch mit asiatischem Gemüse, Reis, Kartoffeln und Fladenbrot. Mehrere Halsbacher Frauen und Mitglieder des Pfarrgemeinderats halfen dem Pfarrer beim Kochen.

„Feurig gewürzt für Männer und mutige Frauen war ein Gulaschtopf“, sagte Pfarrer Jose humorvoll – und alle waren begeistert von der typisch indisch-scharfen Variante. Es gab aber auch eine dezente Variante für den „Durchschnittsbayern“. Am Ende waren die Kochtöpfe leer und der Spendentopf mit 2550 Euro gefüllt. Diese Summe kann Pfarrer Jose komplett übergeben, denn alle benötigten Lebensmittel wurden von Pfarrangehörigen gespendet. Halsbach war die Probe, ob in der Bevölkerung überhaupt Interesse an einem derartigen Angebot besteht. Nach diesem großen Erfolg will Pfarrer Jose auch gelegentlich in den Pfarreien Margarethenberg und Burgkirchen kochen und damit weiterhin Spenden für seine Schule in Indien sammeln. - rs

Chelengara_02
Pfarrvikar Jose Chelangara beim Probekochen in seiner Küche im Pfarrhof − der Abend wurde rundum ein Erfolg. (Foto: Spielhofer)

... Presse ...

28.07.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

„Eine Heilige Messe ist mehr wert
 als alle Schätze der Welt“

Priesterjubiläum von Prälat Krumbachner - Zeitzeuge für die Gemeinde

Halsbach. „Vor 60 Jahren stand ich bei meiner Primiz am Altar in dieser Kirche. Ich will hintreten und Euch einladen zum Altar Gottes, der mich von Jugend an geführt hat.“ Dies waren die Worte von Prälat Josef Krumbachner am Beginn des Festgottesdienstes zu seinem 60-jährigen Priesterjubiläum.

Prälat Krumbachner freute sich sehr, über den vom Pfarrgemeinderat organisierten Festtag zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum in der Heimatpfarrei. Viele Pfarrangehörige, örtliche Fahnenabordnungen, Verwandte und Freunde füllten die große Pfarrkirche in Halsbach. Die St. Martinsbläser und der Kirchenchor gestalteten den Festgottesdienst musikalisch.

Für Pfarrer Michael Brunn war es eine besondere Ehre, dieses Priesterjubiläum von Prälat Krumbachner zu feiern. Vor über 36 Jahren hatte ihn der Geistliche in St. Anton in Passau getauft und „heute darf ich den großen Sohn von Halsbach in meiner Pfarrei begrüßen“, so Brunn.

Pfarrer Brunn gestand, dass er vor dieser Festansprache etwas Bammel hatte. „Was kann ich als junger Hupfer Dir sagen, ich bin erst seit elf Jahren im Dienst. Ich möchte mich der Herausforderung stellen und denen meine Stimme leihen, die Dir danken wollen.

“
Brunn erinnerte an die Priesterweihe am 29. Juni 1950 im Passauer Dom. Prälat Krumbachner habe den Menschen die Wege zu Gott geöffnet, er hat jeden Ernst genommen und Gott erfahrbar gemacht. „Es ist nicht immer einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir Priester dürfen auch Menschen sein, die Fehler und Schwächen haben. Der Segen Gottes möge dich weiter begleiten“, so Brunn. 
„Als Du zum Priester geweiht wurdest, war ich noch nicht geboren.“

krumbachner
Prälat Josef Krumbachner (vorne, Mitte) wurde beim Diamantenen Priesterjubiläum von priesterlichen Gästen und Verantwortlichen der Pfarrei begleitet (hinten von links): Rudolf Krause von der Stephanusbruderschaft, Kirchenpfleger Georg Ertl, Roland Burger vom Pfarrverband Altötting, Pater Siegfried Huber und Gerd Brandstetter sowie (vorne von links) seinem Bruder Alois Krumbachner, Josef Gaillinger, Pfarrer Michael Brunn und Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Rosmarie Oberbuchner. (Foto: Spielhofer)

Bürgermeister Georg Pfaffinger beschrieb seine erste, beeindruckende Begegnung mit dem Jubilar, als er zehn Jahre alt war. Krumbachner sei immer seinen Wurzeln treu geblieben, als Mensch, als Seelsorger und Tiefenpsychologe, und bezeichnete seine Worte immer als gute und ehrliche Botschaft. 
Zur Gabenbereitung brachten Mitglieder des Pfarrgemeinderates symbolische Opfergaben an den Altar. Beispielsweise die Halsbacher Friedenstaube als Zeichen für Versöhnung, Heimaterde als Symbol für seine Wurzeln, Scherben standen als Tröster und Heiler oder ein Rosenstrauß für einen liebenswerten Menschen. 
Am Schluss des Gottesdienstes gratulierte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rosmarie Oberbuchner dem Jubilar und verband dies mit Worten des Dankes. Er sei ein Seelsorger mit einem geerdeten Glauben. „Für Dich war stets der Mensch, der Dir gerade gegenüber stand, der wichtigste“, so Oberbuchner. Er stand immer für Versöhnen und Verzeihen, er verurteilte nie und suchte immer das Gute in jedem Herzen. „Wer Dich kennengelernt hat in Freude, Trauer oder Zweifel, hat einen Freund gefunden“, so Oberbuchner.

„Dass ich eine solche Heimat habe, ist ein Geschenk“, sagte ein sichtlich bewegter Jubilar. Halsbach habe Traditionsbewusstsein, es sei mit viel Kraft und Liebe gewachsen. Mit den Worten seiner Mutter endete Prälat Krumbachner seine Botschaft: „Eine Heilige Messe ist mehr wert als alle Schätze der Welt.“
Nach dem Gottesdienst traf man sich zu einem gemeinsamen Mittagessen im Pfarrheim und im Kindergarten. Hier nutzten die Menschen die Gelegenheit, dem Geistlichen persönlich zu gratulieren. Und auch der Halsbacher Kinderchor sang Lieder für den hoch betagten Jubilar.
In einer kleinen Zeitreise umriss Rosmarie Oberbuchner das ganze Leben des 91-Jährigen. Als Zeitzeuge sei er ein wahrer Schatz für Halsbach. Der junge Verwandte Konrad Krumbachner verwahrt ehrenvoll die Schätze des Jubilars für Halsbach und brachte aus einem alten Koffer so allerlei zum Vorschein, beispielsweise die Offiziersmütze aus dem Krieg, „Ich habe nie auf einen Menschen geschossen“, betonte Krumbachner. Zu den Raritäten zählte auch die Ernennungsurkunde aus Rom zum Prälat. „Ich wollte kein Prälat werden“, kommentierte dazu der Geistliche in seiner Bescheidenheit.
Viele Fotos aus dem Leben von Prälat Josef Krumbachner waren auf Collagen ausgestellt. Als Geschenk erhielt der Jubilar ein dickes Album mit persönlichen Widmungen der Pfarrangehörigen. - Rosi Spielhofer


... Presse ...

 

14.07.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Pfarrgemeinderat: Trauerbegleitung vor Ort

Pfarrbrief für Halsbach und Margarethenberg bleibt erhalten - Aus der Sitzung

Halsbach. Das Stichwort „Trauerbegleitung“ in der Pfarrei entwickelte sich zum Hauptthema im Laufe der jüngsten Sitzung des Pfarrgemeinderates (PGR).

Ein großes Anliegen von Vorsitzender Rosmarie Oberbuchner war die Klärung der Vorgehensweise bei Sterbefällen. „Generell muss ein Pfarrer erreichbar sein“ betonte sie. Pfarrer Michael Brunn erklärte, dass grundsätzlich im Pfarrbüro in Burgkirchen angerufen werden soll. Sollte niemand erreichbar sein, wird der Anruf in die Wohnung umgeleitet. Genauso sei es in Halsbach. Da es nicht möglich sei, 24 Stunden am Tag zur Verfügung zu stehen, gebe es über die Pforte im Krankenhaus Burghausen eine Notfallseelsorge rund um die Uhr. „Wir brauchen vor Ort eine Lösung“, schaltete sich Martin Winklbauer ein. Und Ludwig Raischl fügte hinzu: „Die Lösung ist ein dringendes Problem und sollte möglichst einfach sein“. In einer längeren Diskussion kam man schließlich überein, dass bei Sterbefällen in der Pfarrei zusätzlich ein oder mehrere weltliche Ansprechpartner, sozusagen als „Ersthelfer“ den Angehörigen zur Seite stehen. Dafür wird ein Arbeitskreis „Trauerbegleitung“ gebildet und ein Konzept erarbeitet.

Ein weiteres Thema der Tagesordnung war der gemeinsame Pfarrbrief der Pfarreien Margarethenberg und Halsbach, der alle vier Wochen erscheint. Darin sind die tägliche Gottesdienstordnung, Termine von Veranstaltungen und sonstige Informationen aus den Pfarreien enthalten. Maria Rottenaicher vom Pfarrbrief-Ausschuss schlug vor, den Pfarrbrief nicht abzuschaffen, sondern so zu belassen wie er ist. Die engagierten Pfarrbriefleute seien nach wie vor dazu bereit. Pfarrer Michael Brunn hielt dagegen, dass ein wöchentliches Gottesdienstblatt, wie es in Burgkirchen erscheint, leichter zu handhaben und immer aktuell sei. In der Abstimmung war eine große Mehrheit des PGR für die Beibehaltung des Pfarrbriefes.

pfarrgemeinderat_2010
Das Pfarrbriefteam aus Halsbach und Margarethenberg wird den Pfarrbrief weiterhin erarbeiten. Von links: Helmut Hofmeister, Thomas Schröck, Anna Leitl, Hugo Kobler und Monika Edmaier. (Foto: Spielhofer)

Für die verstorbene langjährige Mesnerin Agnes Wiesmaier ist man auf der Suche nach einer Nachfolge. Bis jemand gefunden ist, werden die vier Zechmänner im Wechsel die Mesnerarbeit übernehmen. Dem in der Mai-Sitzung angesprochenen Wunsch nach einem regelmäßigen 10 Uhr Gottesdienst in Halsbach wurde im Pfarrverbandsrat nachgekommen und soll jeden letzten Sonntag im Monat statt finden. Rat Georg Glonegger informierte über seinen Kontakt zur Missionshilfe in Burgkirchen. Demnach möchte Vorsitzende Maria Feilkas im ganzen Pfarrverband aktiv werden. „Der Verein wird ökumenisch getragen und ist mit engagierten Leuten besetzt“, bekräftigte Pfarrer Brunn. Für dieses Anliegen zeigte sich das Gremium sehr offen und es soll nach Möglichkeiten für eine Umsetzung gesucht werden. 
Von der Liturgie-Ausschuss-
Sitzung im Pfarrverband berichtete Maria Rottenaicher. Angedacht seien eine Zusammenarbeit der Wortgottesdienstleiter, gemeinsame Einkehrtage für Ehrenamtliche sowie gemeinsame Gottesdienste und Andachten für Jugendliche. Auf Fortbildungen für Lektoren, Kantoren oder Kommunionhelfer soll verstärkt hingewiesen werden. - Rosi Spiehofer


... Presse ...

 

02.06.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Neue Strukturen für die Pfarrei

Erste Arbeitssitzung des Pfarrgemeinderates

Halsbach. In der ersten Sitzung des neuen Pfarrgemeinderates war das Bestreben des Gremiums nach einer sinnvollen Struktur mit Neuerungen und Änderungen in der Pfarrei deutlich erkennbar. Seit 1. September 2009 gehört Halsbach neben Margarethenberg zum Pfarrverband Burgkirchen.

Ein „Herzensanliegen“ von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rosmarie Oberbuchner sind die Verkündigungen von örtlichen Terminen am Ende der Gottesdienste. Diese gut eingeführte Regelung solle im Interesse der Pfarrangehörigen in dieser Form weitergeführt werden. „Platz für Verkündigungen ist vor dem Segen“ - Pfarrer Michael Brunn zeigte sich dafür sehr offen und sah es für sinnvoll, dass die jeweiligen Infos 15 Minuten vor den Gottesdiensten als kurze schriftliche, deutlich lesbare Notizen in der Sakristei abgegeben werden.

Schriftführerin Carola Brückner hielt Rückschau auf die erste gemeinsame Klausurtagung aller Pfarrgremien aus den drei Pfarreien Ende März im Franziskushaus in Altötting. Es war ein Kennenlernen untereinander und das gemeinsame Erarbeiten von Strukturen und Zielen in der Gesamtorganisation des Pfarrverbands, beispielsweise transparente Gottesdienstordnung, gemeinsame Jahresplanung oder eine Bestandsaufnahme der Liturgie in den Pfarreien. Eine jährliche Klausurtagung in dieser Form soll angestrebt werden.

Anmeldung 
von Terminen

Zur Sprache kam auch die Aufgaben des Pastoralteams mit Pfarrer Michael Brunn als Leiter, Pfarrvikar Jose Chelangara und Gemeindereferentin Ulrike Werkstetter. Alle drei seien für den gesamten Pfarrverband zuständig. „Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen oder Andachten müssen grundsätzlich im Pfarrbüro in Burgkirchen angemeldet werden“, betonte Pfarrer Brunn. Die Abwicklung der Termine werde dann auf Pfarrverbandsebene eingeteilt. „Nebenabsprachen innerhalb der Pfarreien, wie beispielsweise heuer für Maiandachten praktiziert, wird es zukünftig in dieser Form nicht mehr geben“, so Brunn.

Ein weiterer Punkt war der Wunsch nach einem regelmäßigen Sonntags-Gottesdienst einmal im Monat um 10 Uhr in Halsbach, da um 8.30 Uhr nur wenige Familien mit Kindern teilnehmen. Dieses Anliegen wird in der nächsten Sitzung des Pfarrverbandsrates eingebracht. 
Im Ausblick nannte Rosmarie Oberbuchner das 60-jährige Priesterjubiläum von Prälat Josef Krumbachner. Der Festgottesdienst wird am Sonntag, 25. Juli, in Halsbach stattfinden. Den genauen Ablauf des Tages wird ein Festausschuss erarbeiten und in der nächsten Sitzung, die am 1. Juli stattfindet, bekannt geben. - rs


... Presse ...

 

12.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Pfarrei Halsbach 
hat gewählt

Halsbach. Von ihrem Wahlrecht haben in der Pfarrei 265 von 857 Katholiken Gebrauch gemacht und sind zur Pfarrgemeinderatswahl gegangen. Somit lag die Wahlbeteiligung bei 31 Prozent. Zur Wahl stellten sich 14 Kandidaten. Gewählt wurden Ludwig Raischl, Rosmarie Oberbuchner, Elisabeth Aicher, Georg Glonegger, Elfriede Wengbauer, Martin Winklbauer, Christine Hofmeister, Carola Brückner und Florian Müller, teilte die Pfarrei mit. - rs


... Presse ...

kleiderspende11.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Frauenbund spendet Ministranten-Gewänder

Halsbach. Sechs Ministranten-Gewänder im Wert von 600 Euro hat der Katholische Frauenbund an die Pfarrei überreicht. Es sind Talar-Gewänder in den Farben Lila und Grün. Da für die groß gewachsenen Ministranten zu wenige Gewänder verfügbar waren, entschloss sich der Frauenbund, Abhilfe zu schaffen. Bei der Übergabe durch die beiden Vorsitzenden Anneliese Stelzenberger (links) und Anna Ertl präsentierten die drei Ministranten (von links) Lukas und Maria Rottenaicher sowie Georg Pfaffinger die neuen Gewänder.  - rs/Foto: Spielhofer

 

 

 

 

 


... Presse ...

 

13.03.2010 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Pfarrverband noch keine runde Sache

Große Offenheit in den Pfarreien – Neues Logo – Pfarrer Michael Brunn im Gespräch

Burgkirchen. „Es läuft, aber noch nicht rund“, so sieht Pfarrer Michael Brunn die Situation im neuen Pfarrverband Burgkirchen, der vor einem halben Jahr in Kraft getreten ist. Ein Pastoralteam mit Pfarrvikar Jose Chelangara, Gemeindereferentin Ulrike Werkstetter und Pfarrer Brunn als Leiter betreut seit 1. September 2009 die Pfarreien Burgkirchen, Margarethenberg und Halsbach.

Im Gespräch mit dem Anzeiger erzählt Pfarrer Brunn über die Akzeptanz in den Pfarreien, die Zusammenarbeit im Pastoralteam und mit den Gremien. „Bislang ist es noch ein Herantasten, der Wille ist da, ich erlebe große Offenheit für Neuerungen von allen Seiten“, so Brunn. Dass noch nicht alles rund läuft, habe er auch nicht anders erwartet.

Nach den vielen Feierlichkeiten anlässlich der Vorstellungen des Pastoralteams in den Pfarreien ist man schnell in die praktische Arbeit übergegangen. Es gebe viele Leute, die mitdenken und Impulse geben, aber Brunn muss immer wieder feststellen, dass die Konsequenz Pfarrverband in vielen Köpfen noch nicht angekommen ist. „Besonders in Burgkirchen merke ich das“, so Brunn.

Den Grund dafür sieht er darin, dass sich äußerlich nichts verändert hat. „Ich wohne in Burgkirchen, der Pfarrvikar in Halsbach und die Gemeindereferentin in Hirten“. Dass nun alle drei, unabhängig vom Wohnort, für die rund 7500 Katholiken im Pfarrverband zuständig sind, ist noch nicht angekommen. „Da in Margarethenberg seit langer Zeit kein Pfarrer mehr wohnt, sind hier die Leute sehr selbstständig. Dagegen sind die Halsbacher noch sehr auf den Pfarrer fixiert. „Es wird sicher noch einige Jahre dauern, bis der Pfarrverband Burgkirchen wirklich da ist“, ist Michael Brunn überzeugt. Die Zusammenarbeit im Pastoralteam laufe sehr gut. „Ulrike und Jose haben sich gut eingearbeitet und Jose aus Indien hat sich auch gut akklimatisiert“.

pfarrer_brunn_04
Pfarrer Michael Brunn zeigt das neue Logo
des Pfarrverbandes Burgkirchen. (Foto: Spielhofer)

Als Leiter des Pfarrverbandes muss Michael Brunn Prioritäten setzen. „Was ist Chefsache, was können die Leute selber?“ Beispielsweise sieht er keine Erfordernis, bei der Absprache der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste für das nächste halbe Jahr dabei zu sein. Andererseits gibt es viele Angelegenheiten, in die er im Entscheidungsprozess mit eingebunden werden muss. Dabei leisten die Pfarrsekretärinnen sehr gute Arbeit. Sie halten ihm den Rücken frei und sorgen dafür, dass er alle Informationen bekommt.

Jeder Verein, jede Institution und jedes Unternehmen trägt ein Logo. Pfarrer Brunn war es ein Anliegen, dass auch der Pfarrverband Burgkirchen ein Logo bekommt. Als Computer-Freak hat er sich selbst daran gemacht, ein prägnantes Symbol mit Wiedererkennungswert zu schaffen. Es ist ein Kreis auf einem griechischen Kreuz, der in drei gleich große Puzzleteile aufgeteilt ist. Diese drei Teile symbolisieren die drei Pfarreien. Erst gemeinsam ineinander verzahnt ist es eine runde Sache. Zudem orientieren sich die drei Teile auf eine Mitte, die zugleich Mitte des Kreises und des Kreuzes ist. 
Eine weitere Neuerung ist der Pfarrverbandsbrief mit vielen aktuellen Informationen, erstmals erschienen zu Weihnachten. „Wir werden versuchen, auf diesem Niveau weiterzumachen, der nächste erscheint zu Ostern“, so Brunn. Zudem ist für das Internet eine Homepage des Pfarrverbandes in Arbeit.

Zur kürzlich erfolgten Pfarrgemeinderatswahl ist es der Wunsch des Seelsorgers, dass die Gewählten ihren Glauben leben und aus ihrem Glauben heraus im Pfarrverband wirken. Das nächste Signal für die Einheit Pfarrverband setzt Pfarrer Brunn am Gründonnerstag. Es gibt nur einen Gottesdienst mit Fußwaschung und zwar in der Pfarrkirche St. Pius in Burgkirchen um 19.30 Uhr.

Als Fernziel strebt Brunn für die Vereinheitlichung des Pfarrverbandes ein tragfähiges Konzept an und dass sich alles so gut weiterentwickelt. „Ich fühle mich nicht mehr als Pfarrer von Burgkirchen, sondern als Pfarrer von allen drei Pfarreien. Wenn wir im Team unsere Grundhaltung etablieren können, dann haben wir gewonnen. Wir sind kein Zweckverband, sondern eine Gemeinschaft vor Gott“, erklärt Pfarrer Michael Brunn. 
 - Rosi Spielhofer


<< zur Übersicht