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11.08.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Ein zauberhafter „Acheza“

Nahezu ausverkaufte Premiere am Sonntagabend rundum gelungen

Halsbach. Es war ein tiefer „Acheza“, ein tiefer Waldseufzer, als der Bene im Jahr 1930 vom Amtsarzt (Sepp Winklbauer) abgeholt und in eine Anstalt eingewiesen wurde. Weil er mit den Bäumen redet und die Wesen aus der Zwischenwelt zu seinen Freunden gehören. Blumenkinder, Elfen, Wichtl und Waldgeister, sie alle vermissen den Bene.

Der „Acheza“ von Martin Winklbauer begeisterte die Zuschauer mit farbenprächtigen, phantasievollen Kostümen, zauberhafter Inszenierung und großartigen Darstellern. Musikalisch untermalt mit dem Harfenspiel von Noelani Thalbauer und den Waldtrommeln der Waldgeister. Die tiefgründige Handlung, die sich mit dem sensiblen Thema Behinderung auseinander setzt, berührte sehr, gab Anlass zum Nachdenken und wurde mit langem Applaus belohnt.

Autor und Regisseur Martin Winklbauer ist mit der Premiere vollauf zufrieden. „Bei diesem Thema, wo es um Werte geht, ist der Funke übergesprungen zu den Zuschauern. Es war spürbar, dass die Darsteller mit Begeisterung ihre Rollen spielten“, erzählte er gestern der Heimatzeitung auf Anfrage. Als einen Glücksgriff bezeichnete Winklbauer die junge Halsbacher Harfenspielerin Noelani Thalbauer. „Der musikalische Schwerpunkt im Stück ist die Harfe. Sie hat diese Aufgabe großartig gemeistert“, lobte Winklbauer.

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Elfen und Wichtel sind Benes Freunde. (Foto: Archiv)

Zum Stück: Der Bene, gespielt von Hubert Linner, ist ein etwas anderer Bub. Die Kinder im Dorf spielen nicht so gerne mit ihm, Bene tut sich schwer Freunde zu finden. Sein einziger Freund ist Wuggal (Fredi Kagerer), auch ein Außenseiter der Gesellschaft und im Wald zu Hause. In der Rolle des Waldschrat, des Königs des Waldes, ist Roland Schumacher zu sehen und die vom Bene so geliebte Nebelfrau spielt Maria Rottenaicher. - Rosi Spielhofer


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