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07.10.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Pfarrer Michael Brunn jetzt offiziell im Amt     

Festgottesdienst mit Dekan Franz Aicher - Slogan: „Dass die Kirche im Dorf bleibt“

Halsbach. „Ich bin Michael, euer Bruder, und darf euer Pfarrer sein, Vergelt’s Gott“, mit diesen Worten schloss Pfarrer Michael Brunn am Samstagabend den Festgottesdienst zu seiner Amtseinführung als Pfarrer von Margarethenberg und Halsbach.

Zum Festgottesdienst fanden sich aus dem neuen Pfarrverband Burgkirchen 14 Fahnenabordnungen, Vertreter aus den Pfarrgemeindenräten, Kirchenverwaltungen, Dekanat sowie viele Pfarrangehörige im „Dom des Oberlandes“, in der Pfarrkirche St. Martin in Halsbach ein. Musikalisch dem Anlass entsprechend festlich umrahmt von den St. Martinsbläsern und dem Kirchenchor aus Halsbach. Ein anschließender gemütlicher Stehempfang im Pfarrheim bot Gelegenheit, mit den Leuten aus dem neuen Pfarrverband ins Gespräch zu kommen und sich kennen zu lernen.

Zur offiziellen Amtseinführung von Pfarrer Brunn verlas Halsbachs Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rosmarie Oberbuchner die von Bischof Wilhelm Schraml unterzeichnete Urkunde. Mit Wirkung zum 1. September werden Michael Brunn zusätzlich zu Burgkirchen die Pfarreien Halsbach und Margarethenberg verliehen, die nun den Pfarrverband Burgkirchen bilden. Der Dienstwohnsitz bleibt Burgkirchen. Verbunden mit dem Wunsch für viel Freude und Erfolg bei seinem Wirken als Pfarrer dankte der Bischof für die Bereitschaft, diese zusätzlichen Aufgaben zu übernehmen. Dekan Franz Aicher nahm die offizielle Verpflichtung von Michael Brunn vor und überreichte die Urkunde. Er rief die Gremien und Kirchenbesucher auf: „Der Pfarrer braucht Euere Unterstützung“. Hilfe seitens der Kirche habe er mit Pfarrvikar Jose Chelangara und Gemeindereferentin Ulrike Werkstetter.

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„Der Altar ist die Mitte der Kirche. Hier ist das Mysterium des Glaubens“, sagte Dekan Franz Aicher (rechts) bei der Amtseinweisung von Pfarrer Michael Brunn. (Foto: Spielhofer))

In seiner Predigt richtete Dekan Aicher einen Appell an die Jugend. „Engagiert euch in der Kirche, da wo ihr gebraucht werdet. Mit eurem Pfarrer werdet ihr Kirche weiter erleben, Kirche neu erfahren“. Der Pfarrer solle nicht „Alleinunterhalter“ sein. Er rief dazu auf, gemeinsam Gottesdienste zu gestalten. Es sei gut, dass Jose Chelengara aus einer ganz anderen Kultur gekommen ist und in Halsbach wohnt. Vor einem Jahr habe Halsbach mit der großen Demonstration gegen Rechtsextremismus bewiesen, dass hier Christsein ernst genommen wird. Verbunden mit seinem höchsten Respekt beglückwünschte er die Halsbacher für diese mutige Aktion. Gemeinde und Kirche gehören zusammen. „Einer braucht den anderen“, sagte Aicher. Es gebe viele arme Menschen, aber noch mehr Menschen gebe es, die in der Seele und im Herzen arm seien. „Und die müssen wir alle mitnehmen“ und sah hier die Dringlichkeit einer Zusammenarbeit der Kirche mit den politisch Verantwortlichen“.

„Ich gebe jetzt keine Regierungserklärung ab“, sagte Pfarrer Michael Brunn humorvoll nach der offiziellen Amtseinführung. Er dankte den Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände und sah es als Zeichen dafür, dass Kirche lebt, dass sie verwurzelt ist in der Gesellschaft. In allen drei Pfarreien gäbe es viele Leute, die sich engagieren, die schon mithelfen und die künftig mithelfen wollen. Dies mache seinen Dienst als Pfarrer leichter. Allein könne er seine Aufgaben nicht schultern. „Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt, ein lebendiger Pfarrverband zu werden“ und er versprach, alles daran zu setzen, „dass die Kirche im Dorf bleibt“. - rs

 


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