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17.10.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Fotovoltaik-Anlage für Mitterwirt beschlossen     

Gemeinderat diskutiert Grundsatzfrage zur Küchenplanung für das Objekt - Fertigstellung bis Mai 2010 geplant

Halsbach. Das Bauprojekt „Mitterwirt/Turnhalle/Stockschützenhalle“ war nahezu allumfassendes Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zum Thema „Küchenplanung“ stand zunächst eine Grundsatz-Frage im Raum: Will man die Gastwirtschaft verpachten oder selbst bewirtschaften und wenn ja, in welchem Umfang? Ist eine Gastronomie-Edelstahlküche erforderlich oder reicht eine hochwertige Haushaltsküche?

„Diese Dinge haben wir stark vernachlässigt, wir müssen uns jetzt dringend um die Küche kümmern“, räumte Bürgermeister Georg Pfaffinger ein. In der Diskussion ging die Tendenz zur Gastroküche. „Edelstahl auf alle Fälle“, meinte Martin Poschner. Eine Haushaltsküche genügt seiner Ansicht nach nicht den Anforderungen. Leo Feichtner informierte, dass der Tenor in der Öffentlichkeit auf Verpachtung gerichtet sei. „Mit einer Gastroküche wäre es dann sicher auch leichter, einen Pächter zu finden“, sagte er.

Man einigte sich darauf, dass über diese Grundsatzfrage unter anderem in der Sondersitzung am 26. Oktober entschieden wird. Einstimmig beschlossen wurde ein Speisenaufzug mit einer Kabine von 80 Zentimetern Höhe und einer Tragkraft von 100 Kilogramm.

Zur geplanten Fotovoltaik-Anlage (FV-Anlage) informierte Gemeinderat Gottfried Schneiderbauer. Der Verein zur Förderung regenerativer Energien und Rohstoffe Halsbach (VERS) koordiniert dieses eigenständige Projekt der Gemeinde. Um heuer noch die gute Einspeisevergütung der E.ON zu erhalten, könne nur noch auf das Dach des Mitterwirt-Gebäudes eine FV-Anlage mit einer Leistung von 25 KWpeak montiert und in Betrieb genommen werden. Die beiden Hallendächer für weitere 100 KWpeak würden erst im nächsten Jahr mit FV-Anlagen ausgestattet.

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Auf das Mitterwirt-Dach wird auf Beschluss des Gemeinderats noch heuer eine Fotovoltaik-Anlage montiert. (Foto: Spielhofer)

Für das Mitterwirt-Dach hatte VERS verschiedene Angebote eingeholt. Problematisch sei gewesen, dass auf Grund der derzeit großen Nachfrage Module und Wechselrichter bei den Anbietern kaum vorrätig sind. Ein Anbieter könnte Mitte November zu einem guten Preis Module liefern. Da bei den Firmen auch keine Montagekapazität verfügbar sei, schlug Schneiderbauer vor, die FV-Anlage in Eigenleistung zu montieren. Nach kurzer Diskussion entschied der Gemeinderat einstimmig, das Projekt FV-Anlage Mitterwirt, wie von Schneiderbauer vorgeschlagen, umzusetzen. Für die ersten Vorarbeiten wurde Samstag, 24. Oktober, terminiert.

Zum allgemeinen Baustand informierte Bürgermeister Pfaffinger, dass nächste Woche die Bodenplatte der Stockschützenhalle betoniert wird. Zudem soll das Gebäude Mitterwirt schnellstmöglich mit Türen und Fenstern winterdicht gemacht werden, damit durchgearbeitet werden kann. „Werden wir fertig bis Mai nächsten Jahres?“, fragte Renate Breu etwas skeptisch. Dazu meinte Martin Poschner, dass es gut sei, wenn Zeitdruck da ist, „dann geht was“. Und Bürgermeister Georg Pfaffinger fügte hinzu: „Wir werden Nerven brauchen, um das zu schaffen, und viele Helfer.“ - rs


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