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09.04.2009 – Alt-Neuöttinger Anzeiger

Ein Brauch seit rund 250 Jahren

Halsbach. Jedes Jahr wird in der Karwoche das Heilige Grab vor dem Altar in der Pfarrkirche aufgebaut. In der Halsbacher Chronik steht geschrieben, dass dieser Brauch um 1760 entstanden ist. Damals wurde es üblich, dass bedeutende Pfarrkirchen sich ein Heiliges Grab für die Osterzeit zulegten. Zweck der Sache war die Verehrung des leidenden und für die Menschheit verstorbenen Heilands.
Wann das Halsbacher Grab entstand ist nicht bekannt. Es könnte beim Neubau der Pfarrkiche um 1890 gewesen sein. Lange Zeit war es nicht aufgebaut und geriet in Vergessenheit. Erst mit dem Ortspfarrer Max Eckl kam es 1983 Jahren zu neuen Ehren. Auch Pfarrer Gottfried Werndle ist dieses Grab ein großes Anliegen und er setzte bei seinem Dienstantritt 1997 diese Tradition fort. Die Einzelteile des Grabes sind an verschiedenen Stellen in der Kirche gelagert. Den Aufbau erledigen jedes Jahr die Zechpröpste der Pfarrei. Das prächtige Grab ist fünf Meter breit und bis zur Spitze auch fünf Meter hoch.

Um das Grab zu vervollständigen, spendeten heuer die derzeitigen und alt gedienten Zechmänner mundgeblasene Glaskugeln, welche die zwölf Apostel symbolisieren. Die neuen Kugeln sind mit farbigem Wasser gefüllt und mit den dahinter brennen Kerzen entsteht ein fast schon mystischer Lichteffekt. Bis Karsamstag-Vormittag kann das Heilige Grab in der Pfarrkirche St. Martin In Halsbach besucht und besichtigt werden.  - rs/F.: Spielhofer

090409_Heiliges_Grab
 

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